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Verbraucherpreise November 2008: + 1,4% zum Vorjahr

17.12.2008
Sinkende Kraftstoffpreise dämpfen den Preisauftrieb
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im November 2008 gegenüber November 2007 um 1,4% gestiegen. Der Preisauftrieb hat sich damit den vierten Monat in Folge abgeschwächt (Oktober: + 2,4%; September: + 2,9%; August: + 3,1%); im November 2008 blieb die jährliche Teuerung erstmals seit Juni 2007 unterhalb der Zwei-Prozent-Marke. Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2008 verringerte sich der Index um 0,5%. Die Schätzung für November 2008 wurde damit bestätigt.

Die stark rückläufige Inflationsrate im November 2008 ist maßgeblich von den Preis­rückgängen bei Mineralölprodukten − insbesondere bei Kraftstoffen − geprägt, vor allem in Folge sinkender Weltmarktpreise für Rohöl. Zusätzlich wirkt ein statistischer Basiseffekt dämpfend auf die Teuerungsrate: Im November 2007 waren nach starken Preisanstiegen bei Energie und Nahrungsmitteln außergewöhnlich hohe Preise beobachtet worden, die nun als Vergleichswerte in die Berechnung der aktuellen Jahresteuerungsrate eingehen.

Im November 2008 erhöhten sich die Energiepreise im Schnitt um 1,4% gegenüber November 2007. Überdurchschnittliche Teuerungen waren nach wie vor bei Gas (+ 22,4%), Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+ 15,7%) sowie Strom (+ 6,1%) festzustellen. Dagegen verbilligten sich im Jahres­vergleich leichtes Heizöl um 2,6% und Kraftstoffe um 13,1% (darunter Dieselkraftstoff: − 8,5% und Superbenzin: − 14,6%). Ohne Einrechnung der Mineralölprodukte hätte die Inflationsrate im November 2008 mit 2,0% deutlich höher gelegen.

Die Nahrungsmittelpreise lagen im November 2008 im Schnitt 2,1% über dem Niveau des Vorjahres. Teurer waren vor allem Süßwaren (+ 7,0%; darunter Schokoladentafeln: + 18,8% und Bienenhonig: + 11,3%). Preiserhöhungen gab es auch bei Brot und Getreideerzeugnissen (+ 5,8%; darunter Nudeln: + 20,7%, Kekse: + 12,5% und Backmischungen: + 9,5%) sowie bei Fleisch und Fleischwaren (+ 5,1%).Dagegen waren binnen Jahresfrist deutliche Preisrückgänge bei einzelnen Molkereiprodukten (Speisequark: − 16,8%; Süße Sahne: − 15,2% und H-Milch: − 12,3%) und Butter (− 28,0%) zu verzeichnen. Hierbei wird das Ergebnis zusätzlich durch die hohen Preisniveaus des Vorjahres bestimmt (statistischer Basiseffekt).

Nach wie vor günstig blieb im Jahresvergleich die Preisentwicklung für langlebige Gebrauchsgüter (− 0,6%). Deutlich geringere Preise wiesen unter anderem Geräte der Informationsverarbeitung (− 15,9%; darunter Notebooks: − 25,2%, Laserdrucker: − 11,4%) und der Unterhaltungselektronik (− 11,4%; darunter Fernseher: − 22,5% und DVD-Rekorder: − 9,9%) auf. Binnen Jahresfrist waren auch nennenswerte Preisrückgänge bei der Nachrichtenübermittlung (− 3,2%) zu beobachten.

Der Rückgang des Gesamtindex im November 2008 gegenüber dem Vormonat Oktober um 0,5% ist vor allem auf die sinkenden Preise für Mineralölprodukte (− 9,6%; davon leichtes Heizöl: − 11,6% und Kraftstoffe: − 9,1%) zurückzuführen. Die Nahrungsmittelpreise sanken gegenüber dem Vormonat im Schnitt um 0,7%. Hierbei gab es auffällig viele Preisrückgänge bei Gemüse (− 2,0%; darunter Gurken − 12,2% und Tomaten: − 8,2%), nur Salat kostete saisonbedingt erheblich mehr als im Vormonat (+ 37,0%). Erfreulich aus Sicht der Verbraucher waren die erneuten Preisrücknahmen bei Butter (− 5,6%) sowie bei einzelnen Molkereiprodukten (darunter Speisequark und frische Vollmilch jeweils: − 10,4% und süße Sahne: − 6,9%).

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im November 2008 ebenfalls um 1,4% höher als im November 2007. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index um 0,6%. Die Schätzung für den HVPI vom 26. November 2008 wurde damit leicht nach unten korrigiert.

Weitere Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet die Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes kostenlos erhältlich ist. Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen zur Verbraucherpreisstatistik können auch kostenfrei in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Als neuer Service kann künftig eine Grafik mit den auffälligsten Preisveränderungen des Monats in eigene Websites eingebunden werden. Mit einem Klick auf den Link „Grafik in meine Website“ unterhalb der Grafik auf der Startseite kann dazu ein Code-Fragment bezogen werden, das nur noch in die jeweilige Internetseite hineinkopiert werden braucht.

Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-4777,
E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de

| Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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