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Verbraucherpreise August 2009: ± 0,0% zum August 2008

09.09.2009
Preisanstieg um 0,2% gegenüber Juli 2009
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag der Verbraucher­preisindex für Deutschland im August 2009 auf dem Vorjahresniveau vom August 2008 (± 0,0%). Im Juli 2009 hatte die Inflationsrate gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindexes noch bei − 0,5% gelegen. Im Vergleich zum Vormonat Juli stieg der Verbraucherpreisindex um 0,2%. Die Schätzung für August 2009 wurde somit bestätigt.

Die Inflationsrate wird nach wie vor maßgeblich durch die Preisschwankungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen (Mineralölprodukten) geprägt. Trotz der im August 2009 gegenüber dem Vormonat Juli 2009 zu beobachtenden Preiserhöhungen bei Mineralölerzeugnissen liegen diese Preise aktuell immer noch weit unterhalb der Rekordniveaus aus dem Vorjahr (− 16,1%). Auch der erneute Preisrückgang bei Nahrungsmitteln ist eine wesentliche Ursache für die niedrige Teuerungsrate. Nahrungsmittelpreise lagen im August um 3,0% unter dem Niveau des Vorjahres, zuletzt wurden 2003 ähnliche Preisrückgänge ermittelt (Januar 2003: − 3,2%). Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie und Nahrungsmitteln hätte die Inflationsrate im August 2009 bei 1,3% gelegen.

Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) verbilligte sich im August 2009 um 7,0% gegenüber August 2008. Erhebliche Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr wiesen leichtes Heizöl (− 32,5%) und Kraftstoffe (− 10,7%) auf. Auch Gas kostete im August 2009 deutlich weniger als ein Jahr zuvor (− 6,1%). Eine gegenläufige Preisentwicklung wurde für Strom (+ 6,2%) ermittelt.

Nahrungsmittel verbilligten sich im August insgesamt um 3,0% gegenüber dem Vorjahr. Binnen Jahresfrist ergaben sich spürbare Preisrückgänge insbesondere bei Molkereiprodukten (− 9,7%; darunter Quark: − 25,6%; frische Vollmilch: − 21,8%) sowie bei Speisefetten und -ölen (− 10,9%; darunter Butter: − 19,4%; Margarine: − 4,3%), bei Obst (− 8,3%; darunter Orangen: − 14,9%, Äpfel: − 14,5%) und bei Gemüse (− 7,4%; darunter Paprika: − 22,0%; Kartoffeln: − 18,3%, Tomaten: − 11,4%). Teurer wurden gegenüber August 2008 dagegen Fisch und Fischwaren (+ 3,5%).
Nennenswerte Preisanstiege binnen Jahresfrist wurden bei Tabakwaren (+ 5,2%; darunter Zigaretten und Tabak jeweils: + 5,3%) und Pauschalreisen (+ 5,1%) festgestellt.

Veränderung im August 2009 gegenüber dem Vormonat Juli 2009
Im August 2009 war gegenüber dem Vormonat Juli 2009 insgesamt ein leichter Preisanstieg (+ 0,2%) zu verzeichnen. Vor allem die Preise für leichtes Heizöl (+ 9,3%) und für Kraftstoffe (+ 4,7%) erhöhten sich binnen Monatsfrist deutlich.

Die Preise für Nahrungsmittel gingen im August 2009 gegenüber dem Vormonat zurück (− 1,1%). Erneut billiger wurden Molkereiprodukte (− 0,4%; darunter H-Milch: − 1,0%; Joghurt: − 0,7%). Die sukzessive Preisrücknahme der vorangegangenen Monate wurde damit fortgesetzt. Typisch für die Jahreszeit war der saisonbedingte Preisrückgang bei Gemüse (− 4,5%; darunter Kartoffeln: − 9,9%) sowie für einige Obstsorten (insbesondere Weintrauben: − 20,7%; Birnen: − 16,3%; Bananen: − 8,8%). Dagegen mussten die Verbraucherinnen und Verbraucher binnen Monatsfrist in Folge des allmählichen Übergangs von der Sommer- auf die Herbst- Winterkollektion durchschnittlich 2,5% mehr für Bekleidung und Schuhe ausgeben.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im August 2009 um 0,1% niedriger als im August 2008. Zum zweiten Mal seit Beginn der Berechnung des HVPI für Deutschland wurde damit eine negative Teuerungsrate ermittelt (zuletzt Juli 2009: − 0,7%). Im Vergleich zum Vormonat Juli 2009 stieg der Index um 0,3%. Die Schätzung für den HVPI vom 27. August 2009 wurde damit leicht nach unten korrigiert.

Weitere Informationen zur Verbraucherpreisstatistik bietet die Fachserie 17, Reihe 7, die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes kostenlos erhältlich ist.

Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-4777,
E-Mail: verbraucherpreisindex@destatis.de

| Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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