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Offshore-Windkraft steuert auf ein Rekordjahr zu

21.07.2010
Nach den heute von der EWEA veröffentlichten neuen Statistiken wurden im ersten Halbjahr 2010 118 neue Windkraft-Turbinen vollständig an das Netz angeschlossen.

Diese 118 Turbinen verfügen über eine Kapazität von 333 MW -gut über die Hälfte der 577 MW, die letztes Jahr insgesamt installiert wurden- und zeigen das anhaltende starke Wachstum auf dem Windkraftsektor, der Finanzkrise zum Trotz. Zusätzlich wurden weitere 151 Turbinen mit 440 MW installiert, aber noch nicht an das Netz angeschlossen, wie die Europäische Windenergie Agentur (EWEA) heute bekannt gab.

Insgesamt befanden sich 16 Offshore-Windfarmen mit einer Gesamtleistung von 3.972 MW im Bau. Vier davon sind in Betrieb: Poseidon in Dänemark, Alpha Ventus in Deutschland, Gunfleet Sands und Robin Rigg in Grossbritannien.

Aktuell gibt es 948 Offshore-Windturbinen in 43 voll betriebsbereiten Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 2396 MW.

In der ersten Jahreshälfte 2010 war bei den Entwicklern E.ON Climate and Renewables verantwortlich für 64% der Anbindungen an das Offshore-Kapazitäten-Netz, gefolgt von Dong mit 21% und Vattenfall mit 11%. Bei den Herstellern machte in der ersten Hälfte 2010 der Anteil von Siemens 55% der Anbindungen an das Offshore-Kapazitäten-Netz aus, der von Vestas 36% und von REpower 9%.

"Trotz der Finanzkrise ist der Offshore-Windenergiemarkt nach wie vor eine bedeutende Wachstumsindustrie", sagte Justin Wilkes, Director of Policy bei der EWEA. "Die Anzahl der in der ersten Hälfte dieses Jahres an das Netz angeschlossenen Offshore-Windturbinen liegt schon gut über der Hälfte der Turbinen, die im vergangenen Jahr insgesamt angeschlossen wurden und ich bin zuversichtlich, dass wir auf ein Rekordjahr zusteuern."

"Es besteht kein Zweifel daran, dass diese aufkeimende Industrie durch den Mangel an Finanzierungen zurückgehalten wird. Projekte unter der Leitung von Versorgungsunternehmen sind weniger betroffen dank der ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeit, Investitionen aus den Bilanzen zu entnehmen, unabhängige Entwickler jedoch sind ernsthaft eingeschränkt. Darlehen öffentlicher europäischer Institutionen, wie z.B. der Europäischen Investitionsbank, sind ausschlaggebend und haben schon einer Reihe von Projekten geholfen. Diese Unterstützung muss weiter ausgebaut werden."

"Europa führt weltweit auf dem Gebiet der Offshore-Windenergie und anhaltendes Wachstum -sowie die Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten- ist sowohl für europäische Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit als auch zur Reduzierung des CO2-Ausstosses unbedingt notwendig."

Hinweis für Redaktionen:

EWEA ist das Sprachrohr der Windenergie-Industrie, die die Nutzung der Windenergie in Europa und weltweit aktiv fördert. Zurzeit hat die Agentur 650 Mitglieder aus knapp 60 Staaten, darunter Hersteller mit einem 90%igen Anteil des globalen Windenergie-Marktes, Zulieferer, Forschungsinstitute, nationale Vereinigungen für Wind- und erneuerbare Energien, Entwickler, Elektrizitätsversorger, Finanz- und Versicherungsunternehmen und Beratungsinstitute.

Julian Scola | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ewea.org

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