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Nur leichter Anstieg der Energieproduktivität zwischen 2000 und 2008

23.04.2009
Die gesamtwirtschaftliche Energieproduktivität ist in Deutschland zwischen 2000 und 2008 schwächer gestiegen als zuvor.
Das Statistische Bundesamt (Destatis) berechnete für diesen Zeitraum einen Anstieg von durchschnittlich 1,6% pro Jahr. Zwischen 1990 und 2000 war die Energieproduktivität noch um 2,2% im Jahresmittel gewachsen.

Die Energieproduktivität gibt das Verhältnis von gesamtwirtschaftlicher Leistung (preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt) und dem Primärenergieverbrauch im Inland an.

Ein Anstieg der Energieproduktivität zeigt einen sparsameren und effizienteren Umgang mit Energie an. Die Bundesregierung hat in ihrem Fortschrittsbericht 2008 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie das bestehende Ziel einer Verdopplung der Energieproduktivität zwischen 1990 und 2020 bekräftigt. Unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung kann dieses Ziel nur dann erreicht werden, wenn für den verbleibenden Zeitraum bis 2020 eine jahresdurchschnittliche Steigerung der Produktivität von 3,0% erreicht wird.

Der Anstieg der Energieproduktivität zwischen 2000 und 2008 um insgesamt 13,2% ist weniger durch den Rückgang des Energieverbrauchs als viel mehr durch einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung erzielt worden. Das Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt) weist in diesem Zeitraum ein Wachstum von 10,1% auf. Der Energieverbrauch sank in dieser Zeit insgesamt nur um 2,8%.

Ursache für den niedrigeren Energieverbrauch ist die gesunkene Nachfrage der privaten Haushalte, deren Anteil am inländischen Primärenergieverbrauch 2007 24,3% betrug. Die privaten Haushalte haben ihren Energieverbrauch für Haushaltsenergie und Kraftstoffe im Zeitraum 2000 bis 2007 um 11,7% kräftig gesenkt. Dazu hat insbesondere ein verringerter Brennstoffverbrauch im Bereich der Raumwärme beigetragen (Pressemitteilung vom 18. Februar 2009).
Der Energieverbrauch der Produktionsbereiche ist von 2000 bis 2007 dagegen leicht angestiegen (+ 1,7%), bei einem Wachstum der wirtschaftlichen Leistung (gemessen an der preisbereinigten

Bruttowertschöpfung) um 10,4%.

Weitere Auskünfte gibt:
Christine Flachmann,
Telefon: (0611) 75-2067,
E-Mail: christine.flachmann@destatis.de

Christine Flachmann | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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