Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Käfighaltung bei Legehennen weiter rückläufig

02.03.2009
Am 1. Dezember 2008 wurden in Deutschland in Betrieben mit mindestens 3 000 Hennenhaltungsplätzen 31,7 Millionen Legehennen gehalten. Insgesamt verfügten die Betriebe über eine Kapazität von rund 40,0 Millionen Haltungsplätzen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entfielen 24,8 Millionen Hennenhaltungsplätze (62,1%) auf die Käfighaltung (einschließlich Kleingruppenhaltung), 8,6 Millionen (21,7%) auf die Bodenhaltung, 4,5 Millionen (11,1%) auf die Freilandhaltung und 2,0 Millionen (5,1%) auf die ökologische Erzeugung.

Der bereits seit einigen Jahren zu beobachtende Strukturwandel in der Hennenhaltung hin zu alternativen Haltungsformen und zu größeren Betrieben setzte sich auch im Jahr 2008 weiter fort. Anlass für diese Entwicklung dürfte das ab 1. Januar 2009 geltende Verbot der Hennenhaltung in konventionellen Käfigen sein. Nur Betrieben, die über ein verbindliches Umbaukonzept ihrer Ställe verfügen, konnte eine Übergangsfrist bis Ende 2009 gewährt werden.

So sank die Kapazität in der Käfighaltung zwischen Dezember 2007 und Dezember 2008 um 8,4% (2,3 Millionen Plätze). Im Dezember 2008 waren noch 18,8 Millionen Tiere in Käfigen eingestallt. Dies sind 3,1 Millionen Hennen weniger (- 13,9%) als im Vorjahresmonat. Die anstehenden Veränderungen spiegeln sich auch in der deutlich gesunkenen Kapazitätsauslastung in der Käfighaltung wieder, die nur noch bei 76,1% lag (2007: 81,1%).

Eine besondere Stellung innerhalb der Käfighaltung nimmt die Kleingruppenhaltung ein, da sie als tiergerechte Haltungsform auch künftig zugelassen ist. Ihr Anteil lag im Jahr 2007 bei 2,3% (610 000 Plätze) an allen Käfighaltungsplätzen. Im Berichtsjahr standen dafür bereits 1,1 Millionen Hennenhaltungsplätze (4,4% aller Käfighaltungsplätze) zur Verfügung.

Deutliche Zuwächse erfuhren - wie schon seit einigen Jahren - die anderen Haltungsformen: Im Dezember 2008 gab es 8,7 Millionen Haltungsplätze in Bodenhaltung. Damit standen 27,3% mehr Bodenhaltungsplätze zur Verfügung als im Dezember des Vorjahres. In der Freilandhaltung wurden 4,5 Millionen Plätze gemeldet, das waren 1,7% mehr als im Vorjahr. Die Kapazitäten in der ökologischen Erzeugung beliefen sich im Dezember 2008 auf 2,0 Millionen Haltungsplätze; damit stieg deren Zahl im letzten Jahr um 260 000 oder um 14,6%.

Die Strukturerhebung zum 1. Dezember zeigt außerdem, dass sich die Haltungskapazitäten je Betrieb für die verschiedenen Haltungsformen deutlich unterscheiden. Die verfügbare Zahl an Stallplätzen ist in der Käfighaltung mit durchschnittlich 42 200 Plätzen je Betrieb am größten. Dagegen sind in Freilandhaltung nur durchschnittlich 18 000 Plätze, in ökologischer Erzeugung 17 200 und in Bodenhaltung 14 400 Plätze je Betrieb verfügbar.

Entsprechend befinden sich in Betrieben mit Käfighaltung lediglich 13% aller Haltungsplätze in Einheiten bis zu 30 000 Stallplätzen, während der Anteil der Haltungsplätze in der ökologischen Erzeugung in dieser Größenklasse 51% beträgt.

Eine Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Ergebnisse und Informationen finden Sie im Internet unter http://www.destatis.de, Pfad: --> Weitere Themen --> Land- und Forstwirtschaft --> Tierische Erzeugung.

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Hans-Gert Röhrig,
Telefon: (01888) 644-8691,
E-Mail: agrar@destatis.de

Hans-Gert Röhrig | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics