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Juni 2014: Kaum Bewegung am Arbeitsmarkt im Vergleich zum Mai

31.07.2014

Im Juni 2014 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 42,1 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Gegenüber Juni 2013 erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 379 000 Personen oder 0,9 %. Damit war die Zuwachsrate gegenüber dem Vorjahr genauso hoch wie im Mai. Erwerbslos waren im Juni 2014 rund 2,1 Millionen Personen, 166 000 weniger als ein Jahr zuvor. 


Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Juni 2014 gegenüber dem Vormonat Mai 2014 minimal um 12 000 Personen. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Erwerbstätigenzahl im Juni 2014 gegenüber dem Vormonat um 16 000 Personen zu. 

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung lag die Zahl der Erwerbslosen im Juni 2014 bei 2,12 Millionen Personen. Im Vergleich zum Juni 2013 nahm sie um 166 000 Personen oder 7,4 % ab. Gegenüber dem Vormonat Mai 2014 blieb die Erwerbslosenzahl nahezu unverändert.

Sie stieg um lediglich 2 000 Personen (0,0 %). Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse, betrug die Zahl der Erwerbslosen 2,16 Millionen Personen. Die bereinigte Erwerbslosenquote betrug im Juni unverändert 5,1 %.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung sind unter den Tabellennummern 13321-0001 (Monate), 13321-0002 (Quartale) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) verfügbar. Die Daten zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung können unter den Tabellennummern 13231-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) abgerufen werden.

Methodische Hinweise:

Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind auf die unterschiedlichen eingesetzten Methoden und Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen.

Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der Erwerbstätigen im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) unter Verwendung aller verfügbaren Quellen (derzeit etwa 60 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um eine kontinuierliche Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den Mikrozensus), die jährlich bei 1 % der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht durchgeführt wird und EU-weit harmonisiert ist.

Die Zahl der Erwerbstätigen in der Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche Tätigkeiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System dennoch einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Jahresergebnisse, Quartalsergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse stehen im Internet zur Verfügung.

Unter dem Begriff Erwerbslosigkeit sind auch ergänzend die mit dem Berliner Verfahren (BV4.1) bereinigten Ergebnisse (Trend-Konjunktur-Komponente) zu finden.

Ab August/September 2014 werden die Ergebnisse der VGR für Deutschland nach den Vorgaben des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010 (ESVG 2010) veröffentlicht, welches das bisherige ESVG 1995 ablöst. Im Zuge der mit dem Übergang auf das ESVG 2010 einhergehenden VGR-Generalrevision 2014 werden auch die Ergebnisse der Erwerbstätigenrechnung überarbeitet. Die Erstveröffentlichung der neuberechneten Erwerbstätigenzahlen einschließlich der dann ebenfalls revidierten Ergebnisse der Arbeitszeit- und Arbeitsvolumenrechnung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) erfolgt am 21. August 2014. Weitere Informationen zur VGR-Revision 2014 finden sich unter > Zahlen & Fakten > Gesamtwirtschaft & Umwelt > Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen.

>>> methodische Kurzbeschreibung Erwerbstätigkeit

>>> methodische Kurzbeschreibung Arbeitsvolumen

Weitere Auskünfte geben:

für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:

Ulf-Karsten Keil, Telefon: +49 611 75 2633,


für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:

Andreas Grau, Telefon: +49 611 75 2124,

Kontaktformular  

Ulf-Karsten Keil | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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