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Großhandelspreise 2008: + 5,4% gegenüber 2007

13.01.2009
Der Index der Großhandelsverkaufspreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt 2008 um 5,4% über dem Stand des Jahres 2007.

Im Jahresverlauf waren dabei zwei unterschiedliche Tendenzen zu beobachten: kontinuierlich steigende Preise bis zum Juli und ein danach einsetzender starker Preisverfall. Allein im Dezember 2008 sanken die Großhandelspreise gegenüber dem Vormonat um 3,0%.

Damit lag der Index der Großhandelspreise im Dezember 2008 um 3,3% unter dem Stand des Vorjahres. Dies war der höchste Rückgang seit März 1999 (– 3,3%). Im November 2008 hatte die Jahresveränderungsrate – 0,8% und im Oktober + 3,6% betragen.

Hohe Preissteigerungen wurden im Jahresdurchschnitt 2008 im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen beobachtet (+ 14,9%). Mit Ausnahme eines Rückgangs im Februar (– 3,2%) verteuerten sich die Produkte in diesem Bereich bis Juli 2008. Ab August wurden feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse permanent billiger. Im Dezember betrug der Preisrückgang gegenüber dem Vormonat 15,0%, gegenüber dem Vorjahresmonat 15,3%.

Im Großhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten wurde im Jahresdurchschnitt 2008 9,8% mehr bezahlt als im Vorjahr. Während das Jahr mit Preissenkungen begann, die im Mai ihren Höhepunkt fanden (– 4,1% zum Vormonat), verteuerten sich die Waren auf Großhandelsebene ab Juni 2008 wieder. Ab Oktober waren erneut Preisrückgänge zu beobachten. Im Dezember lag die Vormonatsveränderung bei – 1,7%. Gegenüber Dezember 2007 sank der Preisindex im Dezember 2008 um 9,5%.

Bei Erzen, Eisen, Stahl, Nicht-Eisen-Metallen und Halbzeug stiegen die Preise auf Großhandelsebene im Jahresdurchschnitt 2008 um 8,9%. Hier waren Preisrückgänge erst ab September 2008 zu verzeichnen, nachdem sich die Produkte in den ersten acht Monaten stetig verteuert hatten. Im Dezember 2008 lag der Index um 6,0% unter dem Stand von November 2008 und um 1,8% über dem Stand von Dezember 2007.

Auch im Großhandel mit Getreide, Saaten und Futtermitteln wurde im Jahresdurchschnitt 2008 mehr bezahlt als im Vorjahr (+ 6,9%). Hier setzte nach Preissteigerungen im ersten Quartal der kontinuierliche Preisrückgang bereits ab April 2008 ein. Besonders starke Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat gab es im Mai (– 7,5%), August (– 9,5%) und im Oktober (– 11,0%). Im Dezember lag die monatliche Veränderungsrate bei – 6,5%. Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Preise im Dezember 2008 um 37,7%.

Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze wurden 2008 auf Großhandelsebene im Durchschnitt gegenüber 2007 um 7,6% teurer. Die Preise für Obst, Gemüse und Kartoffeln stiegen um 6,9%. Deutliche Preisrückgänge gegenüber 2007 waren dagegen beim Großhandel mit Büromaschinen und -einrichtungen (– 11,0%) zu beobachten.

Mit dem Berichtsmonat Dezember 2008 endet die Berechnung der Großhandelsverkaufspreisindizes auf der Basis 2000 = 100. Ab Berichtsmonat Januar 2009 werden die Indizes auf das neue Basisjahr 2005 umgestellt. Ebenso kommt die neue Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008, mit veränderten Systematikschlüsseln zur Anwendung.

Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen zu den Großhandelsverkaufspreisen für die Monate Januar bis Dezember 2008 können auch kostenfrei über die Tabelle 61281-0002 in der GENESIS-Online Datenbank abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
E-Mail: grosshandelspreise@destatis.de

Marion Knauer | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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