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Gewerbe­steuer­hebe­sätze 2011 im Bundes­durch­schnitt gestie­gen

14.09.2012
Im Jahr 2011 lag der durchschnittliche Hebesatz aller Gemeinden in Deutschland für die Gewerbesteuer bei 392 % und damit um 2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr (390 %).

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ergaben sich bei den durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesätzen in den Bundesländern gegenüber dem Vorjahr Veränderungen zwischen einer Abnahme um 7 Prozentpunkte für Hessen bis zu einer Zunahme um 18 Prozentpunkte für Thüringen.

Die durch die Gemeinden festgesetzten Hebesätze zur Gewerbesteuer sowie zur Grundsteuer A und B entscheiden maßgeblich über die Höhe der Realsteuereinnahmen in den Gemeinden.

Das Gewerbesteueraufkommen in Deutschland betrug im Jahr 2011 rund 40,5 Milliarden Euro; es ist damit gegenüber 2010 um 13,2 % gestiegen. Einzig das Land Brandenburg (– 6,9 %) konnte das Gewerbesteueraufkommen des Vorjahres nicht erreichen. Alle übrigen Bundesländer erzielten teils zweistellige prozentuale Zuwächse. Der höchste Anstieg beim Gewerbesteueraufkommen wurde mit 31,5 % in Bremen ermittelt.

Bei der Grundsteuer A, die bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft erhoben wird, lag der Hebesatz im Jahr 2011 bei durchschnittlich 306 % und damit 6 Prozentpunkte über dem Wert von 2010. Das Aufkommen der Grundsteuer A betrug 2011 insgesamt 0,4 Milliarden Euro, dies war ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (1,8 %).

Der durchschnittliche Hebesatz der Grundsteuer B (für Grundstücke) ist bundesweit für das Jahr 2011 um 9 Prozentpunkte gegenüber 2010 angestiegen und liegt nun bei 418 %. Das Aufkommen der Grundsteuer B lag 2011 bei 11,3 Milliarden Euro und damit 3,2 % höher als 2010.

Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise finden sich in der Fachserie 14, Reihe 10.1 Realsteuervergleich 2011, die in Kürze im Bereich Publikationen, Fachveröffentlichungen abrufbar ist.

Dort wird auch die Gemeinschaftsveröffentlichung Hebesätze der Realsteuern im Jahr 2011 mit Angaben für sämtliche Gemeinden Deutschlands angeboten.

Weitere Auskünfte gibt:
Klaus Jürgen Hammer
Telefon: +49 611 75 2380

Klaus Jürgen Hammer | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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