Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frankreich: Die Sterblichkeitsrate infolge von Krebs nahm in Frankreich in den letzten 20 Jahren ab

12.11.2010
Auf 20 Jahre bezogen ist die Sterblichkeitsrate bei Männern um 22 % und bei Frauen um 14 %zurückgegangen. Diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahren beschleunigt

Der in Frankreich auf mehreren Fronten gegen den Krebs geführte Kampf scheint - so Le Figaro vom 8.11.2010 - seine Früchte zu tragen. Dank des Kampfes gegen den Genuss von Nikotin und Alkohol, der Früherkennung und -diagnose sowie neuer Behandlungsmethoden geht - so ein 68 Seiten umfassender Bericht des "Institut national du cancer" (INCa) - die Sterblichkeit infolge von Krebserkrankungen zurück.

Der am 8.11.2010 veröffentlichte INCa-Bericht wurde in Abstimung mit dem "Institut de veille sanitaire" (INVS) und INSERM erstellt. Der Bericht trägt den Titel "Entwicklungsdynamik der Sterblichkeitsrate der wichtigsten Erscheinungsformen von Krebs".

Mittels Statistiken und Vergleichen des Alters, des Jahres und der Krebsart stellt die für die Evaluierung der staatlicherseits in den letzten Jahren eingeleiteten Gesundheitspolitiken wichtige Analyse eine deutliche Verbesserung der Situation in Frankreich heraus. Davon bleibt unberührt, dass Krebs immer noch die wichtigste Ursache der Männersterblichkeit (32,9 % der männlichen Sterbefälle) und die zweitwichtigste für Frauen (23,4, % der weiblichen Sterbefälle) bezogen auf den Zeitraum 2003 - 2007 ist.

71 % der im Zeitraum 2003 -2007 registrierten Sterbefälle infolge Krebs traten nach dem 65. Lebensjahr ein, davon 50 % nach dem 75. und 20 % nach dem 85. Lebensjahr.

Der Rückgang der Sterblichkeit infolge von Krebs konnte - so der Bericht - in allen Altersklassen festgestellt werden, ist aber ganz besonders bei jungen Menschen bemerkenswert. Die Sterblichkeit vor dem 65. Lebensjahr ging bei Männern um 28 % zurück, wenn sie auch immer noch über der Frauensterblichkeit liegt. Das vorzeitige Ableben geht bei Männern im Wesentlichen auf Lungenkrebs (31 %) zurück, bei Frauen auf Brustkrebs (26,8 %) und Lungenkrebs (15,4 %)

Diese Feststellungen sind für alle Regionen des französischen Staatsgebiets gültig. Allerdings bestehen geographische Ungleichheiten fort, wenn sich auch eine Tendenz zu größerer Einheitlichkeit abzeichnet.

Die aufs ganze gesehen günstige Entwicklung ist - so Professor Dr. Maranincki, Präsident von INCA - für Männer auf den Rückgang der Sterblichkeit wegen Lungenkrebs und die anderen durch den Genuss von Alkohol und Nikotin zu erklärenden Krebsarten sowie den Rückgang von Prostatakrebs zurückzuführen. Bei Frauen belegt der Rückgang von Brustkrebs, des Dickdarms, des Magens und der Gebärmutter diese Entwicklung. Bei Frauen wird im Verlauf der letzten 20 Jahre die Abnahme von Sterbefällen durch die Zunahme von Lungenkrebs (Nikotingenuss, der schon seit mehr als 40 Jahren mit wachsender Tendenz festgestellt wurde) abgeschwächt.

Trotz der von den Berichtsautoren festgestellten Sachverhalte bleibt in Frankreich die vorzeitige Sterblichkeit infolge von Krebs bei Männern die höchste in Europa und in der Welt. Für die Berichtsautoren bleibt der Nikotingenuss in Frankreich - trotz gewisser Fortschritte - die wichtigste Ursache für Sterblichkeit infolge von Krebs.

Quelle: Le Figaro online vom 8.11.2010

| Le Figaro
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de
http://www.e-cancer.fr/toutes-les-actualites/81/4703-la-baisse-de-la-mortalite-par-cancers-saccelere-en-france

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie