Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fast jeder zweite 15- bis 24-Jährige ist erwerbstätig

11.08.2010
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden anlässlich des internationalen Tages der Jugend mitteilt, gingen im Jahr 2009 knapp 4,4 Millionen Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren einer Erwerbstätigkeit nach. Damit war im vergangenen Jahr nach Ergebnissen des Mikrozensus fast jeder zweite (46,4%) Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene erwerbstätig.

Mehr als die Hälfte der jungen Erwerbstätigen übte die bezahlte Tätigkeit entweder im Rahmen einer Lehrausbildung (rund 1,5 Millionen Personen) oder neben dem Schul- beziehungsweise Hochschulbesuch (rund 800 000 Personen) aus. Die Zahl junger Erwerbstätiger, die nicht in Bildung und Ausbildung waren, lag bei 1,9 Millionen Personen oder 44% aller jungen Erwerbstätigen. Zudem versahen etwa 170 000 junge Menschen einen Dienst als Wehr- und Zivildienstleistende oder Soldaten.

Im Vergleich zur Situation im Jahr 2000 ist der Anteil Erwerbstätiger unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen leicht um 1,1 Prozentpunkte zurückgegangen. Im gleichen Zeitraum hat der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren um 4,8 Prozentpunkte zugelegt.

Neben den Wehrpflichtigen, Zivildienstleistenden und Soldaten hat insbesondere die Zahl junger Erwerbstätiger abgenommen, die nicht in Bildung und Ausbildung waren. Während sie im Jahr 2000 noch 2,1 Millionen (23,7% aller 15 bis 24jährigen) betrug, lag sie im Jahr 2009 nur noch bei knapp 1,9 Millionen (20,6%). Trotz dieses Rückgangs ist die Zahl der atypisch Beschäftigten innerhalb dieser Gruppe sogar um 200 000 auf etwa 675 000 Personen angestiegen. Die Zahl junger Normalarbeitnehmer ist im Gegenzug um fast 400 000 auf knapp 1,2 Millionen Personen gesunken. Hintergrund ist ein Anstieg vor allem befristeter und geringfügiger Beschäftigungen.

Die Zahl der Erwerbslosen im Alter von 15 bis 24 Jahren lag im Jahr 2009 deutlich über dem Niveau des Jahres 2000. Rund 540 000 junge Menschen haben 2009 aktiv eine bezahlte Tätigkeit gesucht, für die sie auch sofort zur Verfügung standen. Die Erwerbslosenquote, also der Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen (Erwerbstätige und Erwerbslose) lag bei 11%. Sie war damit deutlich höher als im Jahr 2000 (8,2%), lag aber unter dem Höchststand aus dem Jahr 2005 (15,2%). Die Erwerbslosenquote junger Menschen ist im internationalen Vergleich moderat, lag im Jahr 2009 aber dennoch deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung (7,7%).

Etwa 4,5 Millionen junge Menschen waren im Jahr 2009 nicht am Arbeitsmarkt aktiv, also weder erwerbstätig noch erwerbslos. Von ihnen befanden sich über 90% in Studium oder schulischer Ausbildung. Rund 10% standen weder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung noch befanden sie sich in Bildung oder Ausbildung.

Weitere Auskünfte gibt:
Andreas Grau,
Telefon: (0611) 75-2124,
E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

Andreas Grau | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Erwerbslosenquote Erwerbstätige Gesamtbevölkerung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte