Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Exportanstieg im 4. Quartal 2010 um fast 21%

22.03.2011
Die deutschen Ausfuhren stiegen im vierten Quartal 2010 um 20,7% gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf insgesamt 256,3 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das ein preisbereinigter Anstieg der Ausfuhren um 14,7%.

Die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten nahmen im vierten Quartal 2010 gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 18,2% auf 154,0 Milliarden Euro zu. Dabei wuchsen die Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten, die nicht zur Eurozone gehören, mit + 21,5% stärker als die Ausfuhren in die Euroländer mit einer Zunahme von 16,7%. Den vergleichsweise höchsten Anstieg hatten die Ausfuhren in Drittstaaten mit + 24,8% auf 102,4 Milliarden Euro.

Die drei wichtigsten Handelspartner innerhalb der EU waren für das Gesamtjahr 2010 Frankreich, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Die deutschen Ausfuhren in diese drei Länder haben sich im vierten Quartal 2010 aber unterschiedlich entwickelt. Während die Ausfuhren nach Frankreich (+ 12,2% auf 24,0 Milliarden Euro) und in das Vereinigte Königreich (+ 12,1% auf 15,3 Milliarden Euro) gegenüber dem vierten Quartal 2009 unterdurchschnittliche Zuwächse auswiesen, sind die Ausfuhren in die Niederlande stark überdurchschnittlich angestiegen. Sie erhöhten sich um 29,9% auf 17,2 Milliarden Euro.

Wichtigster Handelspartner außerhalb der EU waren die Vereinigten Staaten. Von Oktober bis Dezember 2010 stiegen die Exporte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 24,8% auf 17,6 Milliarden Euro. Demgegenüber stiegen im gleichen Zeitraum die Exporte nach China, dem zweitgrößten Handelspartner außerhalb der EU, um 39,4% auf 14,7 Milliarden Euro. Auch die Ausfuhren in die anderen sogenannten "BRIC-Staaten" haben sich positiv entwickelt: Die Exportanstiege im Handel mit Indien (+ 9,6% auf 2,6 Milliarden Euro) und Brasilien (+ 20,5% auf 2,6 Milliarden Euro) waren dabei aber unterdurchschnittlich. Die Ausfuhren nach Russland lagen im vierten Quartal 2010 mit 7,5 Milliarden Euro um 32,4% über den Exporten des gleichen Vorjahresquartals.

Die deutschen Einfuhren sind im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 26,7% auf 217,0 Milliarden Euro gestiegen. Preisbereinigt ergibt sich hier eine Zunahme in Höhe von 15,0%.

Der Anstieg der Einfuhren aus Drittstaaten war stärker als der Importanstieg aus den EU-Mitgliedstaaten. Die Einfuhren aus der EU stiegen im vierten Quartal 2010 gegenüber dem vierten Quartal 2009 um 24,5% auf 122,9 Milliarden Euro und die Einfuhren aus Drittstaaten um 29,6% auf 94,1 Milliarden Euro.

Monatliche Außenhandelsergebnisse nach Ursprungs-/Bestimmungsländern können kostenfrei über die Tabelle 51000-0004 in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:

Alexander Loschky,
Telefon: (0611) 75-3995,
www.destatis.de/kontakt

Alexander Loschky | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Ausfuhr Drittstaat Einfuhr Exportanstieg

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik