Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erzeugerpreise Januar 2009: + 2,0% gegenüber Januar 2008

11.03.2009
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2009 um 2,0% höher als im Januar 2008. Gegenüber Dezember 2008 sank der Index um 1,2%.

Mit den Zahlen für Januar 2009 legt das Statistische Bundesamt die Ergebnisse der Neuberechnung des Erzeugerpreisindex auf der Indexbasis 2005 = 100 vor. Das dieser Neuberechnung zugrunde liegende Wägungsschema – das heißt die Gewichtung der Teilindizes für die Berechnung des Gesamtindex – bezieht sich auf die Strukturen des gewerblichen Inlandsabsatzes im neuen Basisjahr 2005. Neu in die Berechnung aufge­nommen wurde die Preisentwicklung der Netznutzungsentgelte für Strom. Darüber hinaus wurde die neue europaweit gültige Güterklassifikation für Produktionsstatistiken in die Neuberechnung eingeführt.

Die neuen Indexwerte ersetzen die bisher veröffentlichten Werte von Januar 2005 bis Dezember 2008. In der folgenden Tabelle sind die Jahresteuerungsraten auf der neuen und der bisherigen Indexbasis für das Jahr 2008 gegenübergestellt:
Index der Erzeugerpreise:
Veränderungen in % gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres Basisjahr 2008 Jan 08 Feb 08 Mrz 08 Apr 08 Mai 08 Jun 08 Jul 08 Aug 08 Sep 08 Okt 08 Nov 08 Dez 08
2000 (alt) 6,0 3,3 3,8 4,2 5,2 6,0 6,7 8,9 8,1 8,3 7,8 5,3 4,3
2005 (neu) 5,5 2,6 3,2 3,9 4,7 5,3 6,2 8,2 7,7 7,9 7,3 4,7 4,0
Den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatten im Januar 2009 – wie schon in den vergangenen Monaten – die Preissteigerungen bei Energie: Sie lagen im Jahresvergleich bei + 6,2%. Gegenüber Dezember 2008 war Energie jedoch um 2,5% billiger. Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise gegenüber Januar 2008 um 0,2%, gegenüber Dezember 2008 sanken sie um 0,4%.

Die Preisentwicklung verlief bei den einzelnen Energieträgern sehr unterschiedlich. Die Preise für Erdgas erhöhten sich seit Januar 2008 um 34,2% (– 0,4% gegenüber Dezember 2008). Die Preise für Strom lagen im Januar 2009 um 1,7% über dem Vorjahresniveau, sanken jedoch gegenüber Dezember 2008 um 5,9%. Mineralölerzeugnisse waren gegenüber Januar 2008 um 20,3% billiger.

Die Preise für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) sanken gegenüber Januar 2008 um 0,7% (– 1,0% gegenüber Dezember 2008). Einen besonders hohen Preisanstieg im Jahresvergleich wiesen mit 55,7% Düngemittel und Stickstoffverbindungen auf (– 3,1% gegenüber Dezember 2008). Walzstahl verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,0% (– 8,1% gegenüber Dezember 2008).

Dagegen waren die Preise für Kupfer und Halbzeug daraus im Januar 2009 um 40,1% niedriger als im Januar 2008 (+ 0,4% gegenüber Dezember 2008); Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus waren 23,7% billiger als im Januar des Vorjahres (– 0,1% gegenüber Dezember 2008).

Für Investitionsgüter lag die Jahresteuerungsrate im Januar 2009 bei 1,6% (+ 0,3% gegenüber Dezember 2008). In diesem Bereich wiesen die Maschinenbauerzeugnisse mit + 3,3% eine überdurchschnittliche Jahresteuerungsrate auf (+ 0,8% gegenüber Dezember 2008).

Die Preise für Verbrauchsgüter insgesamt lagen im Januar 2009 um 0,2% unter dem Vorjahresniveau; gegenüber Dezember 2008 sanken die Preise um 0,5%. Die Preise für Margarine und ähnliche Nahrungsfette wiesen in diesem Bereich im Jahresvergleich mit 18,4% den höchsten Anstieg auf (– 2,4% gegenüber Dezember 2008). Dagegen lagen die Preise für Butter und andere Fettstoffe aus Milch um 25,6% niedriger als im Januar 2008 (– 1,2% gegenüber Dezember 2008).

Methodische Hinweise zum Index der Erzeugerpreise:
Der Index misst die Entwicklung der Preise für die vom Bergbau, dem Verarbeitenden Gewerbe sowie der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland erzeugten und im Inland verkauften Produkte. Er stellt damit die Preisveränderungen in einer frühen Phase des Wirtschaftsprozesses dar. Erhebungsstichtag ist jeweils der 15. des Berichtsmonats.

Detaillierte Informationen zur Statistik der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte bietet die Fachserie 17, Reihe 2, die im Publikationsservice von Destatis kostenlos erhältlich ist.

Sukzessive werden die Daten auch in der Genesis-Online-Datenbank zur Verfügung gestellt.

Weitere Auskünfte gibt:
Gerda Gladis-Dörr,
Telefon: (0611) 75-2750,
E-Mail: erzeugerpreise@destatis.de

Gerda Gladis-Dörr | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Software mit Grips

Ein computergestütztes Netzwerk zeigt, wie die Ionenkanäle in der Membran von Nervenzellen so verschiedenartige Fähigkeiten wie Kurzzeitgedächtnis und Hirnwellen steuern können

Nervenzellen, die auch dann aktiv sind, wenn der auslösende Reiz verstummt ist, sind die Grundlage für ein Kurzzeitgedächtnis. Durch rhythmisch aktive...

Im Focus: Der komplette Zellatlas und Stammbaum eines unsterblichen Plattwurms

Von einer einzigen Stammzelle zur Vielzahl hochdifferenzierter Körperzellen: Den vollständigen Stammbaum eines ausgewachsenen Organismus haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Berlin und München in „Science“ publiziert. Entscheidend war der kombinierte Einsatz von RNA- und computerbasierten Technologien.

Wie werden aus einheitlichen Stammzellen komplexe Körperzellen mit sehr unterschiedlichen Funktionen? Die Differenzierung von Stammzellen in verschiedenste...

Im Focus: Spider silk key to new bone-fixing composite

University of Connecticut researchers have created a biodegradable composite made of silk fibers that can be used to repair broken load-bearing bones without the complications sometimes presented by other materials.

Repairing major load-bearing bones such as those in the leg can be a long and uncomfortable process.

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Grösster Elektrolaster der Welt nimmt Arbeit auf

20.04.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Bilder magnetischer Strukturen auf der Nano-Skala

20.04.2018 | Physik Astronomie

Kieler Forschende entschlüsseln neuen Baustein in der Entwicklung des globalen Klimas

20.04.2018 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics