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Erwerbs­tätigkeit im 3. Quar­tal 2013 weiter gewachsen

19.11.2013
Im dritten Quartal 2013 ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland im Vergleich zum dritten Quartal 2012 um 253 000 Personen beziehungsweise 0,6 % gestiegen. Damit wurde erstmals in einem Quartal in Deutschland die Zahl von 42 Millionen Erwerbstätigen – wenn auch nur leicht – überschritten.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2013 um 236 000 Personen (+ 0,6 %). Dies entspricht annähernd dem Anstieg, der im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre in einem dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal zu verzeichnen war (+ 243 000 Personen).

Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergab sich im dritten Quartal 2013 ein Zuwachs gegenüber dem Vorquartal von 70 000 Personen (+ 0,2 %).

Der Anstieg der Gesamterwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal entfiel im dritten Quartal 2013 überwiegend auf die Dienstleistungsbereiche. Die größten Beschäftigungsgewinne innerhalb der Dienstleistungsbereiche gab es bei den Unternehmensdienstleistern mit einem Plus von 119 000 Personen beziehungsweise 2,2 %, gefolgt von den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit + 111 000 Personen beziehungsweise + 1,2 %.

Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2013 gegenüber dem Vorjahr nur um 6 000 Personen. Mit + 0,1 % war das der geringste Zuwachs seit dem erstem Quartal 2012.

Im Baugewerbe war im Laufe des Jahres eine leichte Beschleunigung des Beschäftigungszuwachses zu verzeichnen. Im dritten Quartal 2013 waren hier 24 000 Personen mehr beschäftigt als im Vorjahr (+ 1,0 %). Demgegenüber sank die Erwerbstätigenzahl in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei um 33 000 Personen (– 4,8 %).

Die Zahl der Arbeitnehmer erhöhte sich im dritten Quartal 2013 im Vergleich zum dritten Quartal 2012 um 296 000 (+ 0,8 %) auf 37,52 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank im selben Zeitraum um 43 000 Personen (– 0,9 %) auf 4,52 Millionen, unter anderem infolge des Rückganges der geförderten Selbstständigkeit.

Die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen stieg nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im dritten Quartal 2013 im Vergleich zum dritten Quartal 2012 um 0,6 % auf 355,4 Stunden.

Dazu hat auch die größere Anzahl an Arbeitstagen im Vergleich zum Vorjahresquartal beigetragen. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen – erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,2 % auf rund 14,9 Milliarden Stunden.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen und der geleisteten Arbeitsstunden für das dritte Quartal 2013 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse des ersten und zweiten Quartals 2013 unter Einbeziehung aller zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen neu berechnet.

Aus der Neuberechnung resultiert für die vierteljährlichen Erwerbstätigenzahlen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene eine Vorjahresveränderungsrate, die für das erste Quartal 2013 um 0,1 Prozentpunkte von dem bisher veröffentlichten Ergebnis (+ 0,6 %) nach oben abweicht. Für das zweite Quartal bleibt sie unverändert bei + 0,6 %.

Die Ergebnisse des Zensus 2011 zur Erwerbstätigkeit werden im Rahmen der nächsten Generalrevision der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) im Jahr 2014 in die Zeitreihen eingearbeitet. Die Veröffentlichung der Ergebnisse der VGR-Revision ist für August/September 2014 vorgesehen. Weitere Informationen finden sich unter: Erwerbstätigenrechnung und Zensus 2011: Warum weichen die Ergebnisse ab?.

Die aktuellen Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren wie auch die aktuellen monatlichen Zeitreihen können auf den Fachbereichsseiten zum Arbeitsmarkt abgerufen werden.

Detaillierte Ergebnisse und lange Zeitreihen zu den Erwerbstätigen und zur geleisteten Arbeitszeit können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen VGR des Bundes (81000-0012 und 81000-0016) und Arbeitsmarkt (13321) abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 611 75 2633

Ulf-Karsten Keil | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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