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Erneute Bevölkerungsabnahme für 2009 erwartet

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21.01.2010

Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2009 gegenüber dem Vorjahr erneut leicht gesunken sein. Der Rückgang wird auf etwa 0,3% geschätzt, von 82,0 Millionen Einwohnern Ende 2008 auf 81,8 bis 81,7 Millionen Ende 2009. Damit setzt sich die Abnahme der Bevölkerungszahl weiter fort. Seit 2003 hat Deutschland jedes Jahr Einwohner verloren.

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2009 wurden voraussichtlich weniger Kinder in Deutschland geboren und es starben auch weniger Menschen als 2008. Nach der Schätzung wird mit etwa 645 000 bis 660 000 Geburten und mit etwa 830 000 bis 840 000 Sterbefällen gerechnet.


Es ist davon auszugehen, dass innerhalb dieser Grenzen das Geburtendefizit – also die Differenz aus Geburten und Sterbefällen – für 2009 im Bereich von etwa 180 000 bis 190 000 liegen dürfte. Zum Vergleich: 2008 gab es 683 000 Geburten und 844 000 Sterbefälle. Daraus ergab sich ein Geburtendefizit von 162 000.

Eine Einschätzung des Wanderungssaldos Deutschlands für 2009 ist derzeit allenfalls sehr grob möglich. Der Wanderungssaldo errechnet sich aus der Differenz zwischen den Zuzügen aus dem Ausland und den Fortzügen ins Ausland. Wegen der bundesweiten Einführung der Steuer-Identifikationsnummer für alle Einwohner Deutschlands wurden 2009 – wie schon 2008 – umfangreiche Bereinigungen der Melderegister in den Kommunen vorgenommen, die sich in erhöhten Fortzugszahlen niederschlagen. In welchem Umfang sich die Bereinigungen auf den Wanderungssaldo und damit auf die Bevölkerungszahl auswirken, kann nicht quantifiziert werden.

2008 fiel trotz einer leichten Erhöhung der Zahl der Zuzüge der Wanderungssaldo gegenüber 2007 um etwa 100 000 Personen (von + 44 000 auf – 56 000) und lag damit erstmals nach der Wiedervereinigung im negativen Bereich. Für 2009 wird ein negativer Wanderungssaldo von voraussichtlich 20 000 bis 70 000 Personen erwartet.

Weitere Auskünfte gibt:
Reinhold Zahn,
Telefon: +49 611 75 2242,
E-Mail: demografie@destatis.de

Reinhold Zahn | Quelle: Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen: www.destatis.de

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