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Einzelhandelsumsatz im Juni 2011 real um 1,0 % gesunken

29.07.2011
Die deutschen Einzelhandelsunternehmen setzten im Juni 2011 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nominal 0,5 % mehr und real 1,0 % weniger um als im Juni 2010.

Der Juni 2011 hatte mit 24 Verkaufstagen zwei Verkaufstage weniger als der Juni 2010, da Christi Himmelfahrt und Pfingstmontag in diesem Jahr in den Juni fielen. Im Vorjahr lagen diese Feiertage im Mai. Im Vergleich zum Mai 2011 ist der Umsatz im Juni 2011 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten (Verfahren Census X-12-ARIMA) nominal um 6,1 % und real um 6,3 % gestiegen.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juni 2011 nominal 2,3 % mehr und real 0,1 % weniger um als im Juni 2010. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 2,3 % höher als im Vorjahresmonat (real unverändert). Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 1,3 % mehr und real 1,1 % weniger als im Juni 2010 umgesetzt.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln waren die Umsätze im Juni 2011 nominal (– 1,3 %) und real (– 1,7 %) niedriger als im Vorjahresmonat. Hier lagen in vier der sechs Unterbranchen die Umsätze nominal und real unter den Werten vom Juni 2010. Nur im sonstigen Einzelhandel (zum Beispiel Bücher, Schmuck) mit nominal + 1,7 % und real + 2,7 % sowie im Internet- und Versandhandel mit nominal + 1,6 % und real + 0,9 % wurden die Umsatzwerte des Vorjahresmonats übertroffen.

Im ersten Halbjahr 2011 setzte der deutsche Einzelhandel nominal 2,9 % und real 1,3 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Methodische Hinweise:
Methodische Änderung ab Berichtsmonat Juni 2011
Die Ergebnisse basieren ab dem Berichtsmonat Juni 2011 auf einem neuen Berichtskreis, da ein Teil der Unternehmen in der Erhebung ausgetauscht wurde. Der Berichtskreis ist damit aktueller und repräsentativer, wodurch die Konjunkturbeobachtung am aktuellen Rand verbessert wird.

Grundlage für den neuen Berichtskreis bildet eine jährliche Rotation der in die Stichprobe einbezogenen Unternehmen. 2011 wurden dabei 33 % der Unternehmen in den Repräsentativschichten der Stichprobe (circa 8 100 Einheiten) gegen neue Unternehmen ausgetauscht. Ab 2012 werden dann noch knapp 17 % der Unternehmen jährlich ausgetauscht. Der Berichtskreis repräsentiert damit zukünftig stets die aktuellen Grund­gesamtheiten im Einzelhandel.

Bei den vorliegenden vorläufigen Ergebnissen für den Juni 2011 wurden die Messzahlen des bisherigen Berichtskreises mit Hilfe der Veränderungsraten zum Vorjahresmonat aus dem neuen Berichtskreis fortgeschrieben. Letztere basieren auf den Angaben aus sieben Bundesländern.

Erfahrungsgemäß stellt ein Teil der neuen Stichprobenunternehmen seine Angaben zunächst nicht zeitgerecht zur Verfügung. Die Umsätze für den Juni weisen darum etwas größere Schätzanteile (27,2 %) auf als im Durchschnitt der ersten Monate diesen Jahres (26,0 %).

Die nachgewiesenen ersten Ergebnisse werden laufend aktualisiert. Diese Korrekturen entstehen durch verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen. Aufgrund der Aktualisierungen wichen die Veränderungsraten des monatlichen nominalen Einzelhandelsumsatzes in den letzten zwölf Monaten im Intervall (– 0,4/+ 1,6 Prozentpunkte) vom Wert der jeweiligen Pressemitteilung ab.

Kostenlose Ergebnisse zum Einzelhandelsumsatz in tiefer Wirtschaftsgliederung, einschließlich der Unternehmensmeldungen, die nach dieser Pressemitteilung eingegangen sind, stehen in etwa 14 Tagen in der Datenbank GENESIS-Online zur Verfügung. Informationen zu aktuellen Datenergänzungen werden über das RSS-Newsfeed bereitgestellt.

Außerdem stehen zusätzliche Ergebnisse ergänzend zur Pressemitteilung auf unseren Fachbereichsseiten zur Verfügung.

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Wollgramm,
Telefon: +49 611 75 2423,
www.destatis.de/kontakt

Michael Wollgramm | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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