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Dezember 2011: Weiterhin mehr als 41 Millionen Erwerbstätige

31.01.2012
Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzte sich auch im Dezember 2011 fort. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, übertraf die Zahl der Erwerbstätigen mit einem Wohnort in Deutschland mit 41,4 Millionen Personen im Dezember 2011 erneut die 41-Millionen-Marke. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Dezember 2011 rund 2,34 Millionen Personen, das waren rund 420 000 weniger als im Dezember 2010.

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Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im Dezember 2011 die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2010 um 525 000 Personen oder 1,3 %.


Gegenüber dem Vormonat November sank die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2011 saisonal bedingt um 166 000 Personen oder – 0,4 %. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen, ergibt sich ein Zuwachs von 47 000 Personen (+ 0,1 %).

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für den aktuellen Berichtsmonat Dezember 2011 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit seit Januar 2011 auf Grundlage aller aktuell vorliegender erwerbsstatistischer Informationen überarbeitet.

Für die neuberechneten monatlichen Erwerbstätigenzahlen ergeben sich Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahr, die vom bisherigen Rechenstand um maximal 0,1 Prozentpunkte nach oben oder unten abweichen. Aus der Überarbeitung der Monatswerte resultiert für die jahresdurchschnittliche Erwerbstätigenzahl des Jahres 2011 (Inländerkonzept) eine geringfügige Niveaukorrektur (um – 4 000 Personen; – 0,01 %) gegenüber der am 2. Januar 2012 veröffentlichten ersten vorläufigen Schätzung (siehe Pressemitteilung Nr. 1/12). Dabei bleibt die Entwicklungsrate zum Vorjahr unverändert (+ 1,3 %).

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung ging die Zahl der Erwerbslosen im Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2010 um 15,2 % zurück: Sie sank um 420 000 auf 2,34 Millionen Personen. Gegenüber dem Vormonat November fiel die Erwerbslosenzahl leicht um 20 000 Personen oder 0,8 %. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse (Trend-Konjunktur-Komponente) sank die Zahl der Erwerbslosen von November auf Dezember 2011 um 30 000 auf 2,33 Millionen (– 1,3 %).

Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im Dezember 2011 bei 5,5 %. Gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2010 fiel sie damit um 1,1 Prozentpunkte. Im Vergleich zum Vormonat November 2011 ging sie um 0,1 Prozentpunkte zurück.

Jahresergebnisse, Quartalsergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse können hier (ILO-Arbeitsmarktstatistik) (Erwerbstätige) abgerufen werden.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung stehen unter der Tabellennummer 13321-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-0015 (Jahre) und zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung unter 13231-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) zur Verfügung.

Methodische Hinweise:
Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.
Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfteerhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind vor allem auf die unterschiedlichen eingesetzten Methoden und Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen.

Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der Erwerbstätigen unter Verwendung aller verfügbaren Quellen (derzeit etwa 60 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um eine kontinuierliche Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den Mikrozensus), die jährlich bei 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht durchgeführt wird und EU-weit harmonisiert ist. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche Tätigkeiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System dennoch einheitlich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Zur monatlichen Berichterstattung zur Erwerbslosigkeit finden sich weitere methodische Hinweise auf den Fachbereichsseiten.

Weitere Auskünfte geben:
für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 611 75 2633,
für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:
Christian Wingerter,
Telefon +49 611 75 3496,
www.destatis.de/kontakt

Ulf-Karsten Keil | Quelle: Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen: www.destatis.de

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