Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbraucherpreise im April 2002 um 1,6 % gestiegen

13.05.2002


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im April 2002 gegenüber April 2001 um 1,6 % gestiegen. Im Vergleich zum März 2002 ergibt sich eine Erhöhung um 0,1 %. Die Schätzung für April 2002 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt. Im Februar 2002 hatte die Jahresteuerungsrate bei 1,7 % und im März 2002 bei 1,8 % gelegen.

Die Heizöl- und Kraftstoffpreise zogen seit Jahresbeginn wieder deutlich an. Sie lagen im April 2002 um 13,9 % über dem Niveau von Dezember 2001. Gegenüber April 2001 stiegen die Preise um 0,6 %, womit die seit Juli 2001 andauernde preishemmende Wirkung der Mineralölerzeugnisse auf die Gesamt-Jahresteuerungsrate zum Stillstand gekommen ist. Auch ohne Heizöl und Kraftstoffe wäre der Gesamtindex von April 2001 bis April 2002 um 1,6 % gestiegen. Die Preise für Heizöl lagen 6,7 % unter dem Stand vom Vorjahr (zum Vormonat dagegen: + 4,9 %). Jedoch verteuerten sich die Kraftstoffpreise sowohl binnen Jahresfrist um 2,3 % als auch binnen Monatsfrist um 4,8 %.

Die Preisentwicklung bei den Nahrungsmitteln entspannte sich weiter: Nach Erhöhungen von 6,7 %, 5,7 % und 4,3 % in den ersten drei Monaten diesen Jahres betrug die Jahresteuerungsrate für Nahrungsmittel im April 2002 2,3 %. Preistreibend im Jahresvergleich wirkten im April 2002 insbesondere Molkereiprodukte und Eier (+ 5,7 %) , Fische und Fischwaren (+ 5,4 %) sowie Obst (+ 3,1 %). Die Gemüsepreise erhöhten sich im April 2002 nur noch um 1,3 % (im März 2002 dagegen: + 9,4 %). Im Vergleich zum Vormonat gingen die Nahrungsmittelpreise um 0,1 % zurück (darunter Gemüse: – 1,5 %).

Zur Erhöhung der Jahresteuerungsrate trug die Preissteigerung für Tabakwaren bei, deren Preise sich von April 2001 bis April 2002 um durchschnittlich 5,7 % erhöhten (analog im Februar und März 2002). Hervorzuheben sind ebenfalls die Preiserhöhungen bei Dienstleistungen, unter anderen verteuerte sich im Jahresvergleich die Chemische Reinigung um 3,8 %, die Preise für Friseurleistungen lagen um 4,3 % und die für Restaurant- und Cafébesuche um 4,0 % über dem Niveau von April 2001.

Deutlich rückläufige Preise im Jahresvergleich wiesen Informationsverarbeitungsgeräte (– 15,4 %) auf, darunter Personalcomputer (– 16,0 %) und Tintenstrahl-Farbdrucker (– 17,2 %). Preissenkungen gegenüber dem Vorjahr waren weiterhin bei Videorecordern (– 4,3 %), Kühlschränken (– 2,3 %) und Pauschalreisen (– 1,8 %) zu beobachten.

Im April 2002 ergab sich für das frühere Bundesgebiet eine Jahresteuerungsrate von 1,6 %. Im Vergleich zum März 2002 stieg der Index um 0,1 %. Für die neuen Länder und Berlin-Ost lag die Teuerungsrate gegenüber April 2001 bei 1,5%. Der Anstieg gegenüber dem Vormonat betrug 0,1 %.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich im April 2002 gegenüber April 2001 um 1,6 % erhöht. Im Vergleich zum Vormonat blieb der Index unverändert. Die Schätzung vom 24. April 2002 wurde damit sowohl für die Jahres- als auch für die Monatsrate bestätigt.

Weitere Angaben enthalten der Eil- und der Monatsbericht April 2002 der Fachserie 17, Reihe 7, "Preisindizes für die Lebenshaltung", die auch online im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/shop erhältlich sind.

 

Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte

Gesamtindex / Abteilungen
________

Jahr / Monat

1995 = 100

Veränderung
gegenüber
Vorjahres-
zeitraum

Veränderung
gegenüber
Vormonat

in %

Gesamtindex im April 2002

111,2

1,6

0,1

Nahrungsmittel und alkohol-
  freie Getränke


108,1


2,1


– 0,1

Alkoholische Getränke,
  Tabakwaren


113,1


3,5


0,1

Bekleidung und Schuhe

103,9

1,3

0,1

Wohnung, Wasser, Strom,
  Gas u.s.w.


115,0


0,9


0,1

Einrichtungsgegenstände,   Haushaltsgeräte u.ä.


104,1


1,4


0,0

Gesundheitspflege

112,7

0,4

0,1

Verkehr

120,4

2,0

1,2

Nachrichtenübermittlung

82,1

0,2

0,2

Freizeit, Unterhaltung u.ä.

105,8

0,7

– 1,9

Bildungswesen

123,8

2,4

0,0

Beherbergungs- und Gast-
  stättendienstleistungen


110,8


3,2


0,5

Andere Waren und Dienst-
  leistungen


112,0


2,6


0,1

Gesamtindex

 

 

 

1997 D

 

103,3

1,9

1998 D

 

104,3

1,0

1999 D

 

104,9

0,6

2000 D

 

106,9

1,9

2001 D

 

109,6

2,5

2001

April

109,5

2,9

0,4

Mai

110,0

3,5

0,5

Juni

110,2

3,1

0,2

Juli

110,2

2,6

0,0

August

110,0

2,6

– 0,2

September

110,0

2,1

0,0

Oktober

109,7

2,0

– 0,3

November

109,5

1,7

– 0,2

Dezember

109,6

1,7

0,1

2002

Januar

110,6

2,1

0,9

Februar

110,9

1,7

0,3

März

111,1

1,8

0,2

April

111,2

1,6

0,1

______________
D = Jahresdurchschnitt

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-2621,
E-Mail:
verbraucherpreisindex@destatis.de


| Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

Weitere Berichte zu: Jahresteuerungsrate

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise