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Hochschulen gaben 2000 mit 27,5 Mrd. Euro 1,6 % mehr aus

07.05.2002


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gaben die öffentlichen und privaten Hochschulen in Deutschland im Jahr 2000 insgesamt 27,5 Mrd. Euro für Lehre, Forschung und Krankenbehandlung aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Hochschulausgaben um 1,6 %.

Von den Hochschulausgaben waren im Jahr 2000 11,7 Mrd. Euro für Universitäten (+ 1,2 % im Vergleich zu 1999), 12,6 Mrd. Euro für medizinische Einrichtungen (+ 2,2 %) und 0,5 Mrd. Euro für Kunsthochschulen (+ 7,1 %) bestimmt. 2,5 Mrd. Euro gaben Fachhochschulen (– 0,7 %) und 0,2 Mrd. Euro Verwaltungsfachhochschulen (+ 0,4 %) aus.

Der größte Ausgabeposten war 2000 mit einem Anteil von 62,0 % der laufende Aufwand für Personal in Höhe von 17,1 Mrd. Euro (+ 1,8 %). In Modernisierung und Ausbau investierten die Hochschulen im Jahr 2000 mit 3,0 Mrd. Euro oder 11,0 % ihrer Mittel etwa den gleichen Betrag wie 1999.

In der Gliederung nach Fächergruppen entfielen auf die Humanmedizin (einschließlich der zentralen Einrichtungen der Hochschulkliniken) im Jahr 2000 12,6 Mrd. Euro und damit 45,9 % aller Hochschulausgaben. Für die Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften wurden 3,2 Mrd. Euro (11,8 %) aufgewendet, für Ingenieurwissenschaften 2,7 Mrd. Euro (9,8 %). Geistes-, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, bei denen im WS 2000/2001 59,9 % aller Studierenden in Deutschland eingeschrieben waren, beanspruchten mit 3,5 Mrd. Euro 12,8 % aller Hochschulausgaben.

Ergänzend zu der finanziellen Grundausstattung durch die Hochschulträger erzielten die Hochschulen in 2000 Einnahmen in Höhe von 11,7 Mrd. Euro; 3,1 % mehr als im Vorjahr. Davon waren 8,6 Mrd. Euro laufende Verwaltungs- und Betriebseinnahmen; 8,2 Mrd. Euro erwirtschafteten hier allein die medizinischen Einrichtungen (+ 2,0 %), insbesondere als Entgelte für die Krankenbehandlung. An Drittmitteln warben die Hochschulen bei öffentlichen und privaten Stellen im Jahr 2000 2,8 Mrd. Euro (+ 9,2 %) für Lehre und Forschung ein. Dies entspricht einem Anteil von 10,3 % (1999 = 9,6 %) an allen Ausgaben.

13,1 Mrd. Euro wurden im Jahr 2000 von den Hochschulträgern für die laufende Grundausstattung der Lehre und Forschung zur Verfügung gestellt. Auf jeden im Wintersemester 2000/2001 eingeschriebenen Studierenden entfielen 7 300 Euro (1999 = 7 400 Euro).

Detailliertere Daten über die Einnahmen und Ausgaben der Hochschulen enthält die Fachserie 11, Reihe 4.5 "Finanzen der Hochschulen 2000" des Statistischen Bundesamtes (Verlag Metzler-Poeschel, Verlagsauslieferung SFG-Servicecenter, Fachverlage GmbH, Postfach 43 43, 72774 Reutlingen, Telefon: 07071/935350, Telefax: 07071/935335, E-Mail: destatis@s-f-g.com, Bestellnummer 2110450-00700).

Weitere Auskünfte erteilt:Rolf Arand,
Telefon: (0611) 75-4135,
E-Mail: rolf.arand@destatis.de


Rolf Arand | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

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