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3. Quartal 2007: 1,6% mehr Erwerbstätige als ein Jahr zuvor

20.11.2007
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im dritten Quartal 2007 rund 39,9 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland, 632 000 Personen oder 1,6% mehr als ein Jahr zuvor.

Damit hat sich der Beschäftigungsaufbau nach kräftigen Zuwächsen von 719 000 Personen (+ 1,9%) beziehungsweise 672 000 Personen (+ 1,7%) im ersten und zweiten Quartal im dritten Quartal 2007 erneut leicht abgeschwächt. Diese Abschwächung im Vorjahresvergleich ist jedoch auch vor dem Hintergrund einer sehr positiven Entwicklung der Beschäftigung im dritten Quartal 2006 zu sehen (Basiseffekt).

Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Erwerbstätigkeit im dritten Quartal 2007 um 296 000 Personen (+ 0,7%). Dieser Anstieg fiel höher aus als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre (+ 254 000 Personen), lag aber unter dem starken Zuwachs im dritten Quartal des Vorjahres (+ 336 000 Personen oder + 0,9%). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der jahreszeitlich bedingten Schwankungen, wuchs die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2007 gegenüber dem Vorquartal um 98 000 Personen oder 0,2%.

Zu dem Beschäftigungsaufbau haben die verschiedenen Wirtschaftsbereiche unterschiedlich stark beigetragen. Maßgeblichen Anteil hatten die Dienstleistungsbereiche, in denen die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2007 insgesamt um 496 000 Personen (+ 1,7%) gegenüber dem Vorjahr zunahm. Weiter zulegen konnte im Vorjahresvergleich auch das Produzierende Gewerbe (ohne Baugewerbe) mit Beschäftigungsgewinnen von 109 000 Personen (+ 1,4%) im dritten Quartal 2007, nach Zuwächsen von 87 000 Personen (+ 1,1%) im zweiten Quartal und 67 000 Personen (+ 0,9%) im ersten Quartal. Demgegenüber fiel im Baugewerbe das Beschäftigungsplus mit 18 000 Personen (+ 0,8%) im Berichtsquartal deutlich geringer aus als noch zu Jahresbeginn - im ersten Quartal 2007 lag der Zuwachs noch bei 106 000 Personen (+ 5,2%). In der Land- und Forstwirtschaft wuchs die Beschäftigung im Berichtsquartal mit 9 000 Personen (+ 1,0%) in etwa wie im Vorquartal (+ 10 000 Personen oder + 1,2%).

Ausschlaggebend für den Anstieg der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich war insbesondere die Zunahme der Zahl der Arbeitnehmer, die im dritten Quartal 2007 um 583 000 Personen (+ 1,7%) auf 35,5 Millionen Personen wuchs. Dieser Anstieg geht wiederum zum größten Teil auf die weitere Zunahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zurück. Die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger stieg im Berichtsquartal um 49 000 Personen (+ 1,1%) auf rund 4,5 Millionen Personen.

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit
(BA) hat sich im dritten Quartal 2007 die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,1% auf 362,6 Stunden reduziert. Gleichzeitig stieg das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen - also das Produkt aus Erwerbstätigenzahl und geleisteten Stunden je Erwerbstätigen - um 1,5% auf 14,5 Milliarden Stunden an.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen und der geleisteten Arbeitsstunden für das dritte Quartal 2007 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2007 im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen neuberechnet.

Die aktuellen Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren können auf der Homepage des Statistischen Bundesamt unter Arbeitsmarkt --> Erwerbstätige -- > Tabellen abgerufen werden.

Methodische Kurzbeschreibungen zur Berechnung der Erwerbstätigkeit und des Arbeitsvolumens sowie zusätzliche Tabellen bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Braig,
Telefon: (0611) 75-2932,
E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

Michael Braig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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