Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Im Jahr 2005 deponierte Siedlungsabfälle halbiert

04.09.2007
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2005 rund 45,7 Millionen Tonnen Abfälle auf 1 948 Deponien abgelagert.

Im Jahr 2004 war die deponierte Abfallmenge mit 56,7 Millionen Tonnen noch 11 Millionen Tonnen höher gewesen. Der Rückgang um 19% kann unter anderem auf die seit Juni 2005 geltende Anforderung der Abfallablagerungsverordnung zurückgeführt werden, nach der keine biologisch abbaubaren Siedlungsabfälle mehr unbehandelt deponiert werden dürfen.

Im Jahr 2005 wurden 3,9 Millionen Tonnen Siedlungsabfälle deponiert, was einem Rückgang um 54% zum Vorjahr entspricht.

Auch bei den abgelagerten Abfällen aus der Abfallbehandlung, den sogenannten Sekundärabfällen, war im Jahr 2005 eine überdurchschnittliche Abnahme (- 26%) auf 8,2 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Eine weitere Ursache für den Rückgang der Abfallablagerung insgesamt lässt sich vermutlich auf die schleppende Baukonjunktur im Jahr 2005 zurückführen. Zumindest ging auch die Menge der deponierten Bau- und Abbruchabfälle, der größten Stofffraktion, um 9% auf 23,2 Millionen Tonnen zurück.

Im Gegenzug führte die geringere Ablagerungsquote zu einem Anstieg der behandelten Abfallmengen in mechanisch-biologischen und thermischen Abfallbehandlungsanlagen auf 2,5 beziehungsweise 19,5 Millionen Tonnen (+ 64% beziehungsweise + 6%). Ebenso kann der Anstieg der Mitverbrennung in Feuerungsanlagen auf 11,1 Millionen Tonnen (+ 17%) auf das Ablagerungsverbot zurückgeführt werden.

23% der 45,7 Millionen Tonnen Abfälle im Jahr 2005 kamen aus der eigenen Produktion von Unternehmen und wurden auf betriebseigenen Deponien entsorgt. Die übrigen Abfälle (77%) wurden von Dritten angeliefert, wobei diese vorwiegend (76%) aus dem Inland stammten; nur 1% wurde aus dem Ausland angeliefert.

Detaillierte Ergebnisse der Erhebung über die Abfallentsorgung und weitere Themenfelder der Abfallstatistik enthält die Fachserie 19, Reihe 1 "Umwelt - Abfallentsorgung 2005", die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen zum kostenlosen Download bereitsteht.

Weitere Auskünfte gibt: Zweigstelle Bonn,
Barbara Firmenich,
Telefon: (01888) 644-8817,
E-Mail: umwelt@destatis.de

Barbara Firmenich | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/publikationen

Weitere Berichte zu: Abfallentsorgung Deponie Siedlungsabfall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen