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Juni 2007: Erwerbstätigkeit erreicht Rekordniveau vom November 2000

31.07.2007
Im Juni 2007 gab es nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 658 000 (+ 1,7%) mehr erwerbstätige Personen mit Wohnort in Deutschland als im Vorjahresmonat Juni 2006.

Obwohl sich der Zuwachs im Juni gegenüber dem Vorjahr nach der sehr positiven Entwicklung zu Jahresbeginn leicht abschwächte, stieg die Zahl der Erwerbstätigen auf 39,68 Millionen Personen. Damit erreichte sie den Höchststand der Erwerbstätigkeit im letzten abgeschlossenen Konjunkturzyklus (November 2000), den bisher höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.

Die Erwerbstätigenquote als Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren betrug 70,2% und lag somit auf monatlicher Basis knapp über dem für 2010 vereinbarten europäischen Beschäftigungsziel gemäß der so genannten Lissabon-Strategie.

Im Vormonatsvergleich von Mai auf Juni 2007 ist die Zahl der Erwerbstätigen um 88 000 (+ 0,2%) gestiegen. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, bedeutet dies eine Zunahme von 32 000 Personen gegenüber dem Vormonat. Somit setzte sich der saisonbereinigte Anstieg der vorhergehenden Monate April und Mai (durchschnittlich + 35 000) in ähnlichem Umfang fort, nachdem die Zuwächse im ersten Quartal 2007 deutlich höher ausgefallen waren (durchschnittlich + 102 000). Gründe hierfür waren neben der konjunkturellen Erholung auch die milde Witterung sowie das im Dezember 2006 eingeführte Saisonkurzarbeitergeld.

Im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen wurden auch die bisher vorläufig veröffentlichten monatlichen, vierteljährlichen und jährlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit ab dem Jahr 2003 neu berechnet. Hierbei wurden alle zum jetzigen Berechnungszeitpunkt zusätzlich verfügbaren erwerbsstatistischen Quellen in die Erwerbstätigenrechnung einbezogen. Während der Änderungsbedarf gegenüber der letzten Veröffentlichung (ILO-Arbeitsmarktstatistik Mai 2007) für die zurückliegenden Jahre gering ausfiel (maximal +/- 0,1%), führte die Neuberechnung zu einer Erhöhung der Erwerbstätigenzahlen ab Januar 2007 von bis zu 0,5%.

Die Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland", bei der unter anderem die ILO-Erwerbslosenzahl sowie das Ausmaß der Unterbeschäftigung ermittelt wurden, ist für den Berichtsmonat April 2007 zum letzten Mal durchgeführt worden. Mit der Pressemitteilung am 30.10.2007 (Berichtsmonat September) wird diese Datenquelle durch monatliche Auswertungen der Arbeitskräfteerhebung (Mikrozensus) abgelöst. Bis zur Umstellung auf die neue Zeitreihe stehen die Ergebnisse zur Erwerbslosigkeit nur eingeschränkt zur Verfügung. Die saisonbereinigte Zahl der Erwerbslosen aus der Telefonerhebung wird derzeit mit der saisonbereinigten Entwicklung der registrierten Arbeitslosen fortgeschrieben. Die Schätzergebnisse können im Internet unter http://www.destatis.de, Pfad: Themen --> Arbeitsmarkt --> ILO-Arbeitsmarktstatistik zusammen mit der ebenfalls geschätzten saisonbereinigten Erwerbslosenquote abgerufen werden.

Eine methodische Kurzbeschreibung und weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de

Weitere Auskünfte gibt:
Dagmar Ziegler,
Telefon: (0611) 75-2634,
E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

Dagmar Ziegler | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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