Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flug-Tourismus im Jahr 2001 mit teilweise großen Einbußen

15.03.2002


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, zur Internationalen Tourismus-Börse in Berlin mitteilt, ging die Gesamtzahl der von Deutschland ins Ausland geflogenen Passagiere im Jahr 2001 leicht auf 48,6 Mill. zurück (– 1,5 % gegenüber 2000).

Für die südeuropäischen Zielländer mit hohen Anteilen an Urlaubsfluggästen ergaben sich zum Teil größere Abnahmen: Spanien (8,8 Mill. Passagiere in 2001) als das bedeutendste Zielland für Urlaubsfluggäste unterschritt das Vorjahresergebnis um 2,6 %, wobei weder die Tourismus-Hochburgen Balearen (3,5 Mill.; – 8,5 %) noch die Kanaren (2,7 Mill.; – 2,5 %) ihre Vorjahreswerte erreichten. Auch nach Griechenland (2,4 Mill.; – 4,6 %) reisten weniger Passagiere; auf die griechischen Inseln (1,4 Mill.; – 6,1 %) flogen dabei ca. 100 000 Urlauber weniger als im Jahr 2000. Malta (0,2 Mill.; – 18,2 %) verlor beinahe ein Fünftel seiner Fluggäste, Zypern (0,2 Mill.; – 1,9 %) lag geringfügig unter dem Vorjahreswert. In die Türkei (4,3 Mill.) flogen 2001 14,7 % mehr Passagiere, wobei im letzten Quartal des Jahres 2001 gegenüber der Vorjahresperiode das Fluggastaufkommen allerdings um 0,5 % zurückging.

In die aufkommensstarken außereuropäischen Zielländer im Flugtourismusmarkt Tunesien (1,0 Mill.; – 7,4 %) und Ägypten (0,8 Mill.; – 7,1 %) flogen insgesamt ca. 140 000 Passagiere weniger als im Vorjahr. Ca. ein Fünftel weniger Fluggäste hatte die Dominikanische Republik (0,4 Mill.; – 22,4 %). Sri Lanka (73 000; – 24,6 %) verlor ca. ein Viertel seiner nahezu ausschließlich als Urlaubsgäste einreisenden Flugpassagiere.

Die Entwicklung für Zielstaaten, bei denen neben Touristen auch Geschäftsreisende einen hohen Passagieranteil haben, war nicht einheitlich:

Bei europäischen Zielländern lagen die Ergebnisse für Österreich (1,4 Mill.; + 4,5 %) und Portugal (1,0 Mill.; + 0,1 %) über den Werten für 2000; Italien (2,8 Mill. – 0,8 %), Frankreich (2,5 Mill.; – 1,4 %), die Schweiz (1,6 Mill.; – 3,3 %) sowie Großbritannien und Nordirland (3,9 Mill.; – 4,8 %) erreichten nicht ihre Vorjahresergebnisse.

Auf dem afrikanischen Kontinent legte Südafrika (0,3 Mill.; + 9,9 %) zu. In die USA flogen mit 3,5 Mill. Passagieren 9,4 % weniger als im Jahr 2000, nach Kanada (0,6 Mill.) hingegen 3,1 % mehr. In Asien haben Thailand (0,5 Mill.; + 5,4 %), Singapur (0,3 Mill.; + 8,2 %) und China (0,3 Mill.; + 17,1 %) ihre Vorjahrespassagierzahlen teilweise deutlich übertroffen.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 haben sich – nach Kontinenten betrachtet – unterschiedlich auf das Fluggastaufkommen ausgewirkt:

So stieg die Passagierzahl in europäische Zielländer von Januar bis August 2001 gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode noch um 3,1 %, von September bis Dezember 2001 kam es dann zu einem Rückgang von 7,1 %. Für Afrika ergab sich nach einem Plus von 2,6 % ein Einbruch von 20,1 %. Der amerikanische Kontinent lag von Januar bis August 2001 bereits um 1,8 % unter dem Vorjahresstand, von September bis Dezember 2001 ging das Fluggastaufkommen um 23,2 % zurück. Die Entwicklung in Asien (+ 3,7 %; – 8,1 %) entsprach der Entwicklung in Europa. Australien (– 5,7 %; – 38,8 %) hatte für beide Zeiträume die höchsten Rückgänge zu verzeichnen, was aber teilweise auf eine Normalisierung nach der Olympiade im Jahr  2000 zurückzuführen sein dürfte.

 

Internationaler Reiseverkehr von deutschen Flughäfen
- einsteigende Passagiere -

Zielgebiet

2001

2000

Veränderung
in

in 1 000

%

Einsteigende Passiegere insgesamt

48 574

49 335

– 1,5

mit Flugziel in:

 

 

 

Europa

36 748

36 827

– 0,2

   darunter:

   

 

      Großbritannien und Nordirland

3 923

4 121

– 4,8

      Frankreich

2 503

2 540

– 1,4

      Spanien

8 773

9 008

– 2,6

        dar.: Balearen

3 452

3 775

– 8,5

               Kanaren

2 683

2 751

– 2,5

      Portugal

1 008

1 008

0,1

      Malta

201

246

– 18,2

      Schweiz

1 610

1 664

– 3,3

      Österreich

1 393

1 332

4,5

      Italien

2 774

2 798

– 0,8

      Griechenland

2 414

2 531

– 4,6

        dar. Griechische Inseln

1 443

1 537

– 6,1

      Zypern

229

233

– 1,9

      Türkei

4 268

3 720

14,7

        dar.: Antalya

2 111

1 612

30,9

Afrika

2 538

2 682

– 5,4

   darunter:

 

 

 

      Ägypten

808

869

– 7,1

      Tunesien

955

1 031

– 7,4

      Marokko

188

206

– 8,6

      Kenia

50

45

10,3

      Südafrika

255

232

9,9

Amerika

5 405

5 920

– 8,7

   darunter:

 

 

 

      Kanada

643

624

3,1

      USA

3 517

3 880

– 9,4

      Mexiko

200

214

– 6,8

      Dominikanische Republik

369

475

– 22,4

Asien

3 838

3 849

– 0,3

   darunter:

 

 

 

      Israel

258

329

– 21,8

      Indien

280

279

0,3

      Sri Lanka

73

97

– 24,6

      Thailand

456

433

5,4

      Singapur

333

308

8,2

      China

333

284

17,1

      Hongkong

246

252

– 2,4

      Japan

475

513

– 7,3

Australien/Ozeanien

46

56

– 19,2

Weitere Auskünfte erteilt: Lothar Fiege,
Telefon: (0611) 75-2391,
E-Mail:
luftverkehr@destatis.de


Lothar Fiege, | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/

Weitere Berichte zu: Passagier Zielland

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie