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Erzeugerpreise April 2007: + 1,6% gegenüber April 2006

18.05.2007
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im April 2007 um 1,6% höher als im April 2006. Einen niedrigeren Stand hatte die Jahresteuerungsrate letztmalig im Juni 2004 (+ 1,5%). Im März 2007 hatte die Jahresveränderungsrate bei + 2,5% und im Februar bei + 2,8% gelegen. Der Rückgang der Jahresteuerungsrate resultiert weitgehend aus einem statistischen Basiseffekt: Die im April 2006 beobachteten Preiserhöhungen gegenüber März 2006 von 1,0% fließen im April 2007 nicht mehr in die Berechnung der Vorjahresrate ein. Gegenüber März 2007 stieg der Erzeugerpreisindex um 0,1%.

Hohe Jahresteuerungsraten weisen wie schon in den vergangenen Monaten Vorleistungsgüter auf, deren Preise im April 2007 um durchschnittlich 5,3% über dem Vorjahresniveau lagen. Auffällig sind in diesem Zusammenhang die Preisanstiege bei Metallen und Metallerzeugnissen: Walzstahl verteuerte sich im Vergleich zum April 2006 um 16,4%, Drahtwaren um 16,2%, Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus um 11,5%, Rohre aus Eisen oder Stahl um 11,4%, Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse um 6,6%, Gießereierzeugnisse um 3,0%. Auch bei Holz und Holzwaren waren im April 2007 sehr hohe Jahresteuerungsraten zu verzeichnen: Holzhackschnitzel + 57,9%, Nadelschnittholz + 24,4%, Spanplatten + 17,2%.

Erstmalig seit März 2004 lagen die Energiepreise insgesamt wieder unter dem Niveau des Vorjahres (- 1,9%). Gegenüber dem Vormonat ermäßigten sich die Energiepreise um durchschnittlich 0,8%, obwohl die Preise für Mineralölerzeugnisse im April 2007 weiter anstiegen (+ 3,8% gegenüber März 2007). Mineralölprodukte waren aber dennoch billiger als im April 2006 (- 3,5%). Im Einzelnen ergaben sich folgende Preisänderungen gegenüber dem Vormonat (beziehungsweise gegenüber April 2006): schweres Heizöl + 8,7% (- 21,3%), leichtes Heizöl + 6,6% (- 12,4%), Kraftstoffe + 3,4% (- 1,2%), Flüssiggas + 0,7% (- 3,2%). Elektrischer Strom verteuert sich im April 2007 gegenüber März 2007 um 1,1%, im Vergleich zum Vorjahr lagen die Strompreise jedoch um durchschnittlich 2,6% niedriger. Insbesondere gewerbliche Sondervertragskunden bezogen ihren Strom im April 2007 deutlich billiger als im Vorjahr (- 4,9%). Die Erdgaspreise sanken im April 2007 gegenüber März 2007 spürbar (- 5,2%), im Vergleich zum Vorjahr war Erdgas um 0,6% billiger. Ohne Berücksichtigung von Energie sind die Erzeugerpreise im April 2007 gegenüber dem Vorjahr um 2,9% gestiegen.

Weitere signifikante Preissteigerungen gegenüber April 2006 wurden auch bei folgenden Güterarten festgestellt: Futtermittel für Nutztiere (+ 18,6%), metallische Sekundärrohstoffe (+ 15,6%), Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse (+ 10,5%), Glas- und Glaswaren (+ 9,2%), Zement (+ 6,6%), Verlagserzeugnisse (+ 5,3%), chemische Grundstoffe (+ 4,2%), Papier, Pappe und Waren daraus (+ 3,0%), Maschinen (+ 2,5%), Bier (+ 2,4%), Geräte der Elektrizitätserzeugung und - verteilung (+ 2,3%), Möbel (+ 2,2%), Gummi- und Kunststoffwaren (+ 2,1%), Tabakerzeugnisse (+ 2,0%) sowie Backwaren (+ 1,7%). Billiger als vor Jahresfrist waren dagegen Datenverarbeitungsgeräte und - einrichtungen (- 26,8%), inländisch gefördertes Erdöl (- 16,4%), elektronische Bauelemente (- 11,2%), nachrichtentechnische Geräte und Einrichtungen (- 6,7%) sowie Fleisch (- 5,1%).

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Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich im April 2007 vor allem inländisch gefördertes Erdöl (+ 10,4%), metallische Sekundärrohstoffe (+ 8,4%), Milchpulver (+ 7,2%), Akkumulatoren und Batterien (+ 6,7%), Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus (+ 5,6%), Drahtwaren (+ 5,3%), Walzstahl (+ 2,5%), isolierte Elektrokabel (+ 1,8%), Frischbeton (+ 1,2%), Spanplatten (+ 1,1%) sowie Zement (+ 1,1%). Sinkende Preise im Vergleich zum März 2007 gab es vor allem bei folgenden Erzeugnissen: Holzhackschnitzel (- 10,0%), Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 3,6%), anorganische Grundstoffe und Chemikalien (- 1,2%), elektronische Bauelemente (- 1,2%), Nadelschnittholz (- 1,1%) sowie nachrichtentechnische Geräte und Einrichtungen (- 0,7%).

Weitere Auskünfte gibt:
Klaus Pötzsch,
Telefon: (0611) 75-2444,
E-Mail: erzeugerpreise@destatis.de

Klaus Pötzsch | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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