Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weiter sinkende Schülerzahlen in allgemein bildenden Schulen

07.03.2002


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, besuchen im laufenden Schuljahr 2001/2002 rund 9,9 Mill. Schülerinnen und Schüler in Deutschland allgemein bildende Schulen, 90 500 (– 0,9 %) weniger als im Vorjahr. Dabei ist eine deutliche Abnahme von 6,2 % (– 127 200) in den neuen Ländern und Berlin und ein leichter Zuwachs von 0,5 % (+ 36 700) im früheren Bundesgebiet festzustellen. Insgesamt setzt sich damit der im Vorjahr begonnene Rückgang der Schülerzahlen in Deutschland fort. Für die kommenden Jahre ist mit weiter fallenden Schülerzahlen für Deutschland insgesamt zu rechnen.

In den Grundschulen werden im laufenden Jahr 4,2 % (– 139 800) weniger Schüler unterrichtet als im Vorjahr. Rückgänge sind dabei in Ost und West zu verzeichnen. Allerdings fallen sie mit – 13,6 % (– 65 900) in den neuen Ländern und Berlin stärker aus als im früheren Bundesgebiet (– 2,6 %; – 73 900). Diese demographisch bedingte Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren mit dem Aufrücken der Schüler in höhere Klassenstufen auch auf die weiterführenden Schulen auswirken.

Bei den übrigen Schularten dürften die Veränderungen weitgehend strukturbedingt sein: Die höchsten Zuwachsraten weisen nach den Schulen des zweiten Bildungswegs (+ 4,2 %; + 2 000) die Schularten mit mehreren Bildungsgängen (+ 2,7 %; + 11 800) auf. Grund hierfür ist vor allem der weitere Ausbau der so genannten "Kombinierten Klassen an Sekundarschulen" (anstelle von Haupt- und Realschulen) in Sachsen-Anhalt. Dagegen lagen die Steigerungsraten bei Hauptschulen mit 0,8 % (+ 8 900), bei Realschulen mit 1,1 % (+ 14 500) sowie bei Sonderschulen mit 0,9 % (+ 4 000) annähernd gleich hoch. Der leicht höhere Zuwachs der Schülerzahlen bei Gymnasien von 1,2 % (+ 28 100) beruht zum Teil auf der Einführung des 13. Schuljahres in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Ohne diesen Sondereffekt würde die Zunahme nur 0,6 % (+ 12 500) betragen.

49,2 % der Schüler an allgemein bildenden Schulen sind Mädchen oder junge Frauen. Im Einzelnen ist der Mädchen-/Frauenanteil bei den Schularten jedoch unterschiedlich. Die Spanne reicht von 36,4 % in Sonderschulen über 43,7 % in Hauptschulen bis zu 54,5 % in Gymnasien.

Weitere Auskünfte erteilt: Marianne Renz,
Telefon: (0611) 75-4141,
E-Mail: marianne.renz@destatis.de


Marianne Renz | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Bundesgebiet Schulart

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten