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Erzeugerpreise März 2007: + 2,5% gegenüber März 2006

19.04.2007
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im März 2007 um 2,5% höher als im März 2006. Einen niedrigeren Stand hatte die Jahresteuerungsrate letztmalig im September 2004 (+ 2,3%) erreicht. Im Februar 2007 hatte die Jahresveränderungsrate bei + 2,8% und im Januar bei + 3,2% gelegen. Gegenüber Februar 2007 stieg der Erzeugerpreisindex um 0,3%.
Hohe Jahresteuerungsraten weisen wie schon in den vergangenen Monaten Vorleistungsgüter auf, deren Preise im März 2007 um durchschnittlich 5,5% über dem Vorjahresniveau lagen. So stiegen beispielsweise die Preise von wichtigen Vorleistungsgütern für die Nahrungsmittelindustrie stark an: Futtermittel für Nutztiere + 19,4%, Stärke und Stärkeerzeugnisse + 15,7%, Mahl- und Schälmühlenerzeugnisse + 10,3%. Auffällig ist auch der Preisanstieg bei Metallen und Metallerzeugnissen: Walzstahl verteuerte sich im Vergleich zum März 2006 um 17,3%, Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus um 14,9%, Rohre aus Eisen oder Stahl um 12,0%, Gießereierzeugnisse um 4,1%. Auch bei Holz und Holzwaren waren im März 2007 sehr hohe Jahresteuerungsraten zu verzeichnen:

Holzhackschnitzel + 82,1%, Nadelschnittholz + 27,9%, Spanplatten + 17,7%.

Die Preise für Mineralölprodukte stiegen im März 2007 weiter an (+ 3,1% gegenüber Februar 2007), waren aber noch niedriger als im März 2006 (- 2,4%). Für einzelne Mineralölprodukte ergaben sich folgende Preisänderungen gegenüber dem Vormonat (beziehungsweise gegenüber März 2006): Kraftstoffe + 3,3% (+ 0,2%), Flüssiggas + 3,1% (- 5,3%), leichtes Heizöl + 3,0% (- 12,5%), schweres Heizöl - 4,5% (- 26,3%).

Elektrischer Strom verbilligte sich im März 2007 gegenüber Februar 2007 um 1,6%, im Vergleich zum Vorjahr lagen die Strompreise um durchschnittlich 3,7% niedriger. Von diesen Preissenkungen profitierten vor allem gewerbliche Sondervertragskunden, die im März 2007 ihren Strom um 7,8% billiger bezogen als im Vorjahr.

Gleichzeitig verteuerte sich Strom für private Haushalte im Vorjahresvergleich deutlich (+ 4,1%, die Mehrwertsteuererhöhung ist hierbei wie bei allen Erzeugerpreisindizes nicht berücksichtigt). Die Erdgaspreise erhöhten sich im März 2007 gegenüber Februar 2007 leicht (+ 0,6%), im Vergleich zum Vorjahr war Erdgas um 8,6% teurer. Ohne Berücksichtigung von Energie sind die Erzeugerpreise im März 2007 gegenüber dem Vorjahr um 3,0% gestiegen.

Weitere signifikante Preissteigerungen gegenüber März 2006 wurden auch bei folgenden Güterarten festgestellt: nichtmetallische Sekundärrohstoffe (+ 22,8%), Drahtwaren (+ 15,1%), metallische Sekundärrohstoffe (+ 12,1%), Glas- und Glaswaren (+ 9,8%), Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse (+ 6,5%), Verlagserzeugnisse (+ 6,1%), Obst- und Gemüseerzeugnisse (+ 5,6%), organische Grundstoffe und Chemikalien (+ 5,5%), Kunststoffe in Primärformen (+ 4,1%), Papier-, Karton- und Pappewaren (+ 3,1%), Maschinen (+ 2,5%), Gummi- und Kunststoffwaren (+ 2,1%), Möbel (+ 2,1%) sowie Geräte der Elektrizitätserzeugung und -verteilung (+ 2,0%). Billiger als vor Jahresfrist waren dagegen Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 24,8%), inländisch gefördertes Erdöl (- 19,2%), elektronische Bauelemente (- 11,6%) sowie nachrichtentechnische Geräte und Einrichtungen (- 5,9%).

Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich im März 2007 vor allem unveredeltes Flachglas (+ 4,3%), Sekundärrohstoffe (+ 4,2%), organische Grundstoffe und Chemikalien (+ 1,9%), Walzstahl (+ 1,5%), Obst- und Gemüseerzeugnisse (+ 1,3%), Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus (+ 1,1%), Platten, Folien, Profile aus Kunststoff (+ 0,7%), Verlagserzeugnisse (+ 0,7%) sowie Holz und Holzwaren (+ 0,5%).

Sinkende Preise im Vergleich zum Februar 2007 gab es vor allem bei folgenden Erzeugnissen: Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 3,5%), Polyethylen (- 1,8%), elektronische Bauelemente (- 1,5%) sowie Schweinefleisch (- 1,1%).

Weitere Auskünfte gibt:
Klaus Pötzsch,
Telefon: (0611) 75-2444,
E-Mail: erzeugerpreise@destatis.de

Klaus Pötzsch | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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