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Schwächeres Wachstum im Flugtourismus 2006

05.03.2007
Die Zahl der auf deutschen Flughäfen mit Auslandsziel abfliegenden Flugpassagiere hat sich im Jahr 2006 um 5,7% gegenüber 2005 erhöht.

In den vergangenen zwei Jahren hatte der Auslandsluftverkehr noch stärker zugelegt (2004: + 11,0%; 2005: + 7,9%). Wie das Statistische Bundesamt zur am 7. März beginnenden Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin mitteilt, flogen im Jahr 2006 damit insgesamt 65,7 Millionen Passagiere von deutschen Flughäfen ins Ausland, 3,6 Millionen mehr als 2005.

Im Mittelmeerraum, dem von in Deutschland startenden Flugtouristen am stärksten nachgefragten Zielgebiet, zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: In das aufkommensstärkste Zielland Spanien reisten 2006 aus Deutschland 10,6 Millionen Passagiere (+ 2,9%); dabei erreichten die Balearen (4,2 Millionen) ein Plus von 2,2%. Ein zweistelliges Wachstum erzielte Italien (5,3 Millionen; + 16,2%), wobei das Tourismusziel Sardinien (0,2 Millionen) annähernd um ein Fünftel (+ 19,2 %) zulegen konnte. Der Passagierstrom nach Griechenland (2,4 Millionen) stieg insgesamt um 0,6%; dabei unterschritten die Ferieninseln Kreta (0,5 Millionen) und Korfu (0,2 Millionen) jedoch mit - 1,5% beziehungsweise - 1,4% ihre Vorjahresergebnisse; dagegen wuchs das Aufkommen nach Rhodos (0,3 Millionen) um 1,5%. Kroatien (0,5 Millionen) legte zweistellig (+ 16,9%) zu, die Adria-Flughäfen des Landes erhöhten ihre Passagierzahlen um 14,0%. Die weiterhin besonders durch den Ferientourismus nachgefragten Flugziele Malta und Zypern (jeweils 0,2 Millionen) verzeichneten 4,1% beziehungsweise 13,7% weniger Fluggäste aus Deutschland. Das Aufkommen in die Türkei (4,7 Millionen) - nach Spanien das bedeutendste Zielland im Mittelmeerraum - lag um 12,9% unter dem Vorjahr, wobei hier den vor allem durch Touristen genutzten Flughafen Antalya mit 2,2 Millionen Passagieren mehr als ein Fünftel (- 22,0%) weniger Fluggäste aus Deutschland frequentierten.

In Afrika hatten die für den Flugtourismus aufkommensstärksten Länder Ägypten (1,1 Millionen) und Tunesien (0,6 Millionen) mit - 2,8% und - 4,1% Rückgänge zu verzeichnen. Der Auslandsflugverkehr nach Marokko (0,2 Millionen; + 12,7%) und Kenia (0,1 Millionen; + 11,9%) wuchs dagegen zweistellig, Südafrika (0,4 Millionen) erzielte ein Plus von 4,3%. Bei asiatischen Zielländern mit nahezu ausschließlichem Tourismusanteil an allen Passagieren erhöhten die Malediven und Sri Lanka (jeweils 0,1 Millionen) ihre Fluggastzahlen aus Deutschland um 26,0% beziehungsweise 9,3%.

Das bedeutendste Zielland außerhalb von Europa sind die USA (4,5 Millionen; + 4,9%). Hier stellen - wie auch bei den nachfolgenden Ländern - neben Flugtouristen Geschäftsreisende einen Großteil der Passagiere. Die Passagierzahl für Kanada (0,8 Millionen) stieg um 2,1%. China (0,7 Millionen) als aufkommensstärkstes Ziel in Asien erhöhte seine Fluggastzahlen aus Deutschland um 16,9% gefolgt von Indien (0,6 Millionen; + 8,9%), Thailand (0,5 Millionen; + 6,0%) und Japan (0,5 Millionen; + 0,9%).

Weitere Auskünfte gibt: Kristina Walter, Telefon: (0611) 75-2661, E-Mail: luftverkehr@destatis.de

Kristina Walter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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