Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ILO-Arbeitsmarktstatistik Januar 2007

28.02.2007
Im Januar 2007 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 535 000 Personen (+ 1,4%) mehr erwerbstätig als im Vorjahresmonat Januar 2006. Die Erwerbstätigenzahl hat damit den höchsten Stand in einem Januar seit 1991 erreicht. Gleichzeitig lag die Zahl der Erwerbslosen im Januar 2007 um 520 000 (- 14%) niedriger als ein Jahr zuvor.

Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland im Januar 2007 bei 38,89 Millionen Personen. Die Erwerbstätigenquote als Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren betrug 70,3%. Sie lag um 2,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat Januar 2006 und damit über dem Beschäftigungsziel der Europäischen Union von 70%. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der Erwerbstätigen war die insgesamt günstige konjunkturelle Entwicklung. Darüber hinaus dürfte die milde Witterung im Januar die Beschäftigungsentwicklung begünstigt haben.

Im Vormonatsvergleich ist die Zahl der Erwerbstätigen - wie in einem Januar üblich - deutlich gesunken. Im Januar 2007 waren 662 000 Personen (- 1,7%) weniger erwerbstätig als im Dezember 2006.

Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ist die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber dem Vormonat Dezember 2006 um 42 000 Personen gestiegen. Damit setzte sich die saisonbereinigte Zunahme der Erwerbstätigkeit aus den Vormonaten fort. Seit Oktober 2006 steigt die Zahl der Erwerbstätigen von Monat zu Monat saisonbereinigt um jeweils mindestens 40 000 Personen.

Der Anteil der Unterbeschäftigten ist nach Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland" des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat Januar 2006 um 0,8 Prozentpunkte gesunken. 13,1% der Erwerbstätigen gaben im Januar 2007 an, bei entsprechender Anpassung der Bezüge gerne ihre Arbeitszeit erhöhen zu wollen und dafür auch kurzfristig zur Verfügung zu stehen.

Die Zahl der Erwerbslosen lag nach den Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung im Januar 2007 mit rund 3,18 Millionen um 520 000 (- 14%) niedriger als im Vorjahresmonat Januar 2006. Entsprechend war auch die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, mit 7,6% um 1,2 Prozentpunkte niedriger als im Januar 2006.

Im Vergleich zum Dezember 2006 zeigt sich - wie auch schon in den Vorjahren zu beobachten - ein Anstieg der Zahl der Erwerbslosen: Im Januar 2007 waren rund 310 000 Personen mehr erwerbslos als im Dezember 2006.

Da es sich bei der Telefonerhebung um eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Stichprobe von monatlich rund 30 000 Personen handelt, ist bei der Interpretation der Ergebnisse der Stichprobenzufallsfehler zu berücksichtigen. Dieser beträgt für die im Januar 2007 gemessene Erwerbslosenzahl bis zu +/- 175 000. Das heißt, dass in diesem Monat bei einem Messwert von 3,18 Millionen Personen die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 3,01 und 3,36 Millionen Personen lag.

Weitere Auskünfte geben: Zum Thema "Erwerbstätigkeit": Stephan Lüken, Telefon: (0611) 75-2016,

Zum Thema "Erwerbslosigkeit": Dr. Martina Rengers, Telefon: (0611) 75-4271, E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

Stephan Lüken | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie