Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ILO-Arbeitsmarktstatistik Dezember 2006

31.01.2007
Im Dezember 2006 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erstmals seit 2001 weniger als drei Millionen Personen erwerbslos.

Die Zahl der Erwerbslosen lag bei 2,87 Millionen und damit um 500 000 (- 14,8%) unter dem Vorjahresstand. Gleichzeitig waren im Dezember 2006 482 000 (+ 1,2%) Personen mehr erwerbstätig als im gleichen Monat des Vorjahres. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt sich damit weiterhin günstig auf den Arbeitsmarkt aus.

Nach vorläufigen Berechnungen betrug im Dezember 2006 die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland 39,55 Millionen Personen. Die Erwerbstätigenquote lag mit 70,5% um 1,8 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat Dezember 2005 und überschritt somit im dritten Monat in Folge das Beschäftigungsziel der Europäischen Union von 70%.

Im Vergleich zum Vormonat November 2006 sank die Zahl der Erwerbstätigen um 149 000 Personen (- 0,4%). Der übliche Rückgang der Erwerbstätigkeit von November auf Dezember fiel damit etwas geringer aus als im Durchschnitt der vorangegangenen drei Jahre (- 186 000 Personen). Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, lag die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2006 um 41 000 höher als im Vormonat November. Neben konjunkturellen Effekten wurde die positive Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen auch von der außergewöhnlich milden Witterung und teilweise durch beschäftigungswirksame Vorzieheffekte im Bereich des privaten Konsums aufgrund der Mehrwertsteuererhöhung ab Januar 2007 begünstigt.

Der Anteil der Unterbeschäftigten ist nach Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland" des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat Dezember 2005 um 0,1 Prozentpunkte gesunken. 13,1% der Erwerbstätigen gaben im Dezember 2006 an, bei entsprechender Anpassung der Bezüge gerne ihre Arbeitszeit erhöhen zu wollen und dafür auch kurzfristig zur Verfügung zu stehen.

Die Zahl der Erwerbslosen, das heißt der aktiv Arbeitssuchenden ohne jegliche derzeitige Erwerbstätigkeit, betrug im Dezember 2006 nach der Telefonerhebung 2,87 Millionen. Zuvor hatte dieser Wert letztmalig im Dezember 2001 mit 2,65 Millionen Erwerbslosen unter der 3-Millionen-Schwelle gelegen. Da es sich bei der Telefonerhebung um eine zufällig ausgewählte Stichprobe von monatlich 30 000 Personen handelt, ist bei der Interpretation der Ergebnisse der statistische Zufallsfehler zu berücksichtigen. Dieser Fehler beträgt für die im Dezember 2006 gemessene Erwerbslosenzahl bis zu +/- 170 000. Das heißt, dass in diesem Monat bei einem Messwert von 2,87 Millionen die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 2,70 und 3,04 Millionen Personen lag.

Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, fiel im Dezember mit 6,8% um 1,1 Prozentpunkte niedriger aus als ein Jahr zuvor. Auch dieser Wert war der niedrigste seit Dezember 2001 (6,3%).

Weitere Auskünfte geben:

Zum Thema "Erwerbstätigkeit": Stephan Lüken, Telefon: (0611) 75-2016,

Zum Thema "Erwerbslosigkeit": Dr. Martina Rengers, Telefon: (0611) 75-4271,

E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

Stephan Lüken | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie