Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erwerbslosigkeit bleibt ein weltweites Problem

07.12.2006
Das Recht auf Arbeit und auf Schutz vor Arbeitslosigkeit gehört zu den allgemeinen Menschenrechten (Artikel 23 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948). Wie das Statistische Bundesamt zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember mitteilt, ist die Umsetzung dieses Rechts auf der ganzen Welt jedoch nach wie vor ein nicht verwirklichtes Ziel.

Unter allen Ländern, aus denen international vergleichbare Zahlen für das Jahr 2005 vorliegen, befand sich Deutschland mit einer Erwerbslosigkeit von 9,1% im Jahr 2005 eher im unteren Drittel der weltweiten Rangliste. Nur in Thailand kann von annähernder Vollbeschäftigung gesprochen werden.

Laut der thailändischen Arbeitskräfteerhebung betrug die Erwerbslosenquote 1,9%. In anderen südostasiatischen Staaten wie Südkorea (3,7%) und Japan (4,4%) waren die Erwerbslosenquoten deutlich höher, im internationalen Vergleich gehörten sie aber immer noch zu den niedrigsten. Die niedrigsten Erwerbslosenquoten in Europa wiesen 2005 Irland und die Schweiz mit jeweils 4,4% auf.

Zweistellige Erwerbslosenquoten fanden sich in mehreren osteuropäischen Staaten, allen voran in Polen mit 17,7%. Die mit Abstand höchste Erwerbslosigkeit unter den betrachteten Ländern wies Südafrika auf. Dort war mehr als ein Viertel der Personen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen, ohne Beschäftigung. Die hier vorgestellten Daten für Deutschland sind Ergebnisse der ILO- Arbeitsmarktstatistik des Statistischen Bundesamtes.

... mehr zu:
»Erwerbslosigkeit

Die Angaben zu anderen Staaten basieren auf Erhebungen der jeweiligen statistischen Ämter, die ebenfalls dem Konzept der International Labour Organization (ILO) folgen. Das ILO-Konzept ist aufgrund seiner großen Verbreitung und seiner Unabhängigkeit von nationalen Regelungen für internationale Vergleiche der Erwerbsbeteiligung geeignet. Nach diesem Konzept erhobene Arbeitsmarktdaten für Deutschland werden monatlich im Rahmen der ILO-Arbeitsmarktstatistik des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht. Erwerbslos im Sinne des ILO-Konzeptes sind Personen im erwerbsfähigen Alter, die derzeit keiner bezahlten oder selbstständigen Tätigkeit nachgehen, obwohl sie aktiv nach einer solchen Tätigkeit suchen und bereit wären, diese im Erfolgsfall innerhalb kurzer Zeit aufzunehmen.

In Deutschland wird das erwerbsfähige Alter nach entsprechenden Regelungen der Europäischen Kommission mit 15 bis 74 Jahren abgegrenzt. In anderen Ländern werden teils unterschiedliche Altersgrenzen angewandt. Die Ergebnisse sind trotz dieser Auslegungsunterschiede im Allgemeinen als vergleichbar anzusehen. Die Erwerbslosenquote errechnet sich als Anteil der Erwerbslosen an allen Erwerbspersonen (Summe von Erwerbslosen und Erwerbstätigen).

Erwerbslosenquoten ausgewählter Länder im Jahresdurchschnitt 2005 1) in Prozent

Thailand 1,9
Südkorea 3,7
Neuseeland 3,7
Irland 4,4
Japan 4,4
Schweiz (2.Quartal) 4,4
Norwegen 4,6
Dänemark 5,0
Vereinigtes Königreich 5,0
Australien 5,1
USA 5,1
Österreich 5,2
Zypern 5,3
Hong Kong 5,6
Slowenien (2.Quartal) 5,8
Schweden 6,0
Costa Rica (Juli) 6,6
Kanada 6,8
Ungarn 7,2
Rumänien 7,2
Ukraine 7,2
Republik Moldau 7,3
Portugal 7,6
Italien 7,7
Tschechische Republik 7,9
Ecuador (November) 7,9
Estland 7,9
Finnland 8,3
Litauen 8,3
Belgien 8,4
Lettland 8,7
Deutschland 9,1
Spanien 9,2
Griechenland (2.Quartal) 9,6
Mauritius 9,6
Bulgarien 10,1
Türkei 10,3
Kroatien 12,7
Georgien 13,8
Tunesien 14,2
Slowakische Republik 16,2
Polen 17,7
Südafrika 26,6
1) Für Deutschland: Ergebnisse der ILO-Arbeitsmarktstatistik des
Statistischen Bundesamtes. Andere Länder: Angaben der nationalen
statistischen Ämter und der ILO nach vergleichbarer Definition.
Weitere Auskünfte gibt:
Dominik Asef,
Telefon: (0611) 75-3485,
E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

Dominik Asef | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Erwerbslosigkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik