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Personalrückgang im öffentlichen Dienst setzte sich im Jahr 2001 fort

07.02.2002


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, mitteilt, waren nach den vorläufigen Ergebnissen der Personalstandstatistik des öffentlichen Dienstes am 30. Juni 2001 knapp 4,2 Mill. Personen bei Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Zahl der Arbeitsplätze bei den Gebietskörperschaften um 100 000 oder 2 %, wobei über die Hälfte des Personalrückgangs auf den so genannten Ausgliederungsprozess der öffentlichen Haushalte zurückgeht. Durch die rechtliche Verselbstständigung von bisher als Sondervermögen geführten Einrichtungen (z.B. Hochschulkliniken, Krankenhäuser) wurden bisher bei den Gebietskörperschaften angesiedelte Arbeitsplätze zu neuen Arbeitgebern unter öffentlicher Aufsicht (z.B. öffentlich-rechtliche Anstalten) oder mit öffentlicher Beteiligung (z.B. GmbHs) verlagert.

Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gebietskörperschaften waren 3,1 Mill. Vollzeitkräfte und 1,1 Mill. hatten eine verkürzte Arbeitszeit. Gegenüber dem Vorjahr gab es 110 000 weniger Vollzeitkräfte, aber 10 000 mehr Teilzeitarbeitsplätze. Die Zunahme der Teilzeitarbeitsplätze geht auf die steigende Inanspruchnahme von Altersteilzeit zurück. Bis Mitte 2001 haben gut 80 000 Beschäftigte der Gebietskörperschaften die Möglichkeiten der gesetzlichen bzw. tariflichen Altersteilzeitregelungen genutzt (2000: 49 000). Die Teilzeitquote hat sich durch den Rückgang bei den Vollzeitbeschäftigten und den Anstieg der Altersteilzeit auf 26 % erhöht (2000: 25 %).

Die Beschäftigung ist auf allen Ebenen zurückgegangen: Beim Bund arbeiteten zur Jahresmitte 2001 noch 494 000 (– 8 000 gegenüber 2000), bei den Ländern 2,2 Mill. (– 60 000) und bei den Gemeinden/Gemeindeverbänden knapp 1,5 Mill. Beschäftigte (– 32 000). Bei den weiteren zum öffentlichen Dienst zählenden Beschäftigungsbereichen waren bei den Zweckverbänden unverändert 70 000, beim Bundeseisenbahnvermögen 66 000 (– 10 %) und im mittelbaren öffentlichen Dienst 515 000 (+ 5 %) Beschäftigte tätig. Die deutlich gestiegene Mitarbeiterzahl des mittelbaren öffentlichen Dienstes geht auf die rechtliche Verselbstständigung von Landeseinrichtungen zurück. Insgesamt waren damit im öffentlichen Dienst Mitte 2001 4,8 Mill. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (– 80 000 oder – 2 %).

Weitere Auskünfte erteilt: Dr. Werner Breidenstein,
Telefon: (0611) 75-4108,
E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@destatis.de


Dr. Werner Breidenstein | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/

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