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Gütertransport auf deutschen Binnenwasserstraßen leicht gesunken

04.12.2006
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf deutschen Binnenwasserstraßen 181,5 Millionen Tonnen Güter befördert. 2005 waren es im gleichen Zeitraum 182,5 Millionen Tonnen gewesen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich damit die beförderte Gütermenge um etwa 1 Million Tonnen oder circa 0,5% verringert.

Eine Ursache dieser leichten Abnahme lag in den starken Beeinträchtigungen der Binnenschifffahrt zum Jahresanfang 2006, als im Januar und Februar witterungsbedingt zweistellige Rückgänge zu verzeichnen waren. Die Zuwächse in den nachfolgenden Monaten konnten dies bislang nicht vollständig ausgleichen, zudem auch im Monat September die Güterbeförderung um 3% sank.

Differenziert nach Hauptverkehrsverbindungen zeigte sich lediglich beim Güterempfang aus dem Ausland eine Zunahme von 1,1%. Die anderen drei Verkehrsrelationen waren rückläufig, wobei der Durchgangsverkehr mit einer Abnahme von etwas mehr als 6% besonders herausragte.

Etwas besser als die Gesamtbeförderung haben sich die Containertransporte in der Binnenschifffahrt entwickelt. Von Januar bis September 2006 war eine leichte Zunahme von 0,5% zu verzeichnen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag hier das Plus allerdings noch bei mehr als 8%.

Differenziert nach Gütern zeigten sich von 2005 auf 2006 Zuwächse mit mehr als 5% nur bei festen mineralischen Brennstoffen sowie Steinen und Erden. Bei allen anderen Gütergruppen gab es in den ersten drei Quartalen 2006 mehr oder weniger starke Rückgänge, die von - 0,6% bei Eisen und NE-Metallen bis zu - 8% bei anderen Nahrungs- und Futtermitteln reichten.

Stärker noch als die Gesamtbeförderung hat sich die Beförderungsleistung verringert. Das Produkt aus Tonnage und zurückgelegten Kilometern nahm im Betrachtungszeitraum um 5,4% ab. Die Wegstrecke je Tonne Gut verringerte sich somit auf nunmehr circa 265 Kilometer gegenüber etwa 279 Kilometern in den ersten neun Monaten 2005.

Weitere Auskünfte gibt: Manfred Crezelius, Telefon: (0611) 75-2432, E-Mail: manfred.crezelius@destatis.de

Manfred Crezelius | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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