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Einzelhandelsumsatz im Oktober 2006 um real 0,8% gesunken

30.11.2006
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes setzte der Einzelhandel in Deutschland im Oktober 2006 nominal 0,3% und real 0,8% weniger um als im Oktober 2005. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage. Dieses vorläufige Ergebnis wurde aus Daten von sechs Bundesländern berechnet, in denen circa 74% des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

Unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten sank der Umsatz im Einzelhandel auch im Vergleich zum September 2006, und zwar um nominal 0,3% und real 0,2%.

Der Umsatzrückgang im Einzelhandel ist auf den Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren zurückzuführen. Er setzte nominal 1,5% und real 3,9% weniger um als im Oktober 2005. Dabei zeigten die Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte mit einem Minus von real 4,0% eine noch etwas schlechtere Entwicklung als der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln mit einem realen Rückgang um 3,3%.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lag im Oktober 2006 dagegen der Umsatz nominal um 0,6% und real um 1,2% höher als im Vorjahresmonat. Vier der sechs Branchen in diesem Bereich konnten ihren Umsatz nominal und real gegenüber dem Oktober 2005 steigern: der Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (nominal + 3,6%, real + 4,6%), der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten (nominal + 0,9%, real + 1,2%), der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhe und Lederwaren (nominal + 1,1%, real + 1,0%) und der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) (nominal + 0,6%, real + 0,3%). Die höchsten nominalen und realen Umsatzrückgänge musste der Versandhandel hinnehmen (nominal - 5,8%, real - 5,7%).

Von Januar bis Oktober 2006 setzte der Einzelhandel nominal 0,9% und real 0,2% mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wobei diese Umsatzsteigerungen im Wesentlichen auf den Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen sind.

Information zum durchschnittlichen Revisionsbedarf vorläufiger Ergebnisse im Einzelhandel:

Die nachgewiesenen ersten Ergebnisse werden laufend aktualisiert. Diese Revisionen entstehen durch zusätzliche statistische Informationen aus den zunächst nicht einbezogenen Bundesländern sowie durch verspätete Mitteilungen der befragten Unternehmen. Der durchschnittliche Revisionsbedarf des in etwa 14 Tagen vorliegenden Messzahlenberichts (= Fachserie 6, Reihe 3.1) zu den vorläufigen Zahlen dieser Pressemeldung (Vorbericht) für den Einzelhandelsumsatz insgesamt liegt im Schnitt bei einem Plus von 0,2 Prozentpunkten (der Messzahlenbericht liegt somit im Schnitt 0,2 Prozentpunkte höher als der Vorbericht).

Ausführlichere Informationen zur Methodik der Monatserhebung enthält der Qualitätsbericht, der unter www.destatis.de/download/qualitaetsberichte/qualitaetsberichthandelmonat.pdf abgerufen werden kann.

Weitere Auskünfte gibt: Wulf Rainer Dietrich, Telefon: (0611) 75-24 30, E-Mail: binnenhandel@destatis.de

Wulf Rainer Dietrich | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.destatis.de/download/qualitaetsberichte/qualitaetsberichthandelmonat.pdf

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