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ILO-Arbeitsmarktstatistik September 2006

02.11.2006
Im September 2006 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 345 000 (+ 0,9%) Personen mehr erwerbstätig als im gleichen Monat des Vorjahres. Gleichzeitig lag die Zahl der Erwerbslosen um 120 000 (+ 3,3%) höher als ein Jahr zuvor. Demnach zeigt sich erstmals in diesem Jahr ein Anstieg der Erwerbslosenzahlen im Vorjahresvergleich. Dies erklärt sich in erster Linie dadurch, dass für den September 2005 ein außergewöhnlich niedriger Wert erhoben wurde.

Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland im September 2006 bei 39,36 Millionen Personen. Die Erwerbstätigenquote als Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren betrug 69,8% und lag somit um einen Prozentpunkt über dem Niveau des Vorjahresmonats September 2005.

Im Vergleich zum Vormonat August 2006 ist die Zahl der Erwerbstätigen um 326 000 Personen (+ 0,8%) gestiegen. Die übliche Herbstbelebung von August auf September fiel in diesem Jahr etwas stärker aus als im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, lag die Zahl der Erwerbstätigen im September dieses Jahres um 14 000 höher als im Vormonat August.

Während die Beschäftigungszahlen sich somit insgesamt weiterhin positiv entwickeln, ist der Anteil der Unterbeschäftigten gegenüber dem Vorjahresmonat September 2005 um 1,3 Prozentpunkte gestiegen. 12,7% der Erwerbstätigen gaben in der monatlichen Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland" des Statistischen Bundesamtes im September 2006 an, bei entsprechender Anpassung der Bezüge gerne mehr arbeiten zu wollen und zu einer solchen Arbeitszeiterhöhung auch kurzfristig zur Verfügung zu stehen.

Die Zahl der Erwerbslosen, das heißt der aktiv Arbeitssuchenden ohne jegliche derzeitige Erwerbstätigkeit, lag im September 2006 nach der Telefonerhebung bei 3,47 Millionen Personen und damit um 120 000 (+ 3,3%) höher als im Vorjahresmonat September 2005. Da es sich bei dieser Erhebung um eine zufällig ausgewählte Stichprobe von monatlich 30 000 Personen handelt, sind ihre Ergebnisse mit einem statistischen Zufallsfehler behaftet. Dieser Fehler beträgt für die im September 2006 gemessene Erwerbslosenzahl bis zu +/- 190 000. Das heißt, dass in diesem Monat bei einem Messwert von 3,47 Millionen die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen in Deutschland mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 3,28 und 3,66 Millionen Personen lag.

Die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, fiel im September mit 8,1% um 0,2 Prozentpunkte höher aus als ein Jahr zuvor. Im Vormonat August 2006 waren 3,62 Millionen Personen erwerbslos gewesen, was einer Erwerbslosenquote von 8,5% entsprach.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen für den Berichtsmonat September 2006 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen und vierteljährlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit des Jahres 2006 im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen unter Einbezug aller jetzt vorliegenden erwerbsstatistischen Quellen neu berechnet. Hierbei wurden auch die neuesten Erkenntnisse der Bundesagentur für Arbeit zur sozialversicherungspflichtigen und geringfügig entlohnten Beschäftigung in erster Erwerbstätigkeit berücksichtigt. Insgesamt resultierte aus den Neuberechnungen ein Änderungsbedarf von maximal 0,1 Prozent der Erwerbstätigenzahlen in einzelnen Monaten gegenüber den bisher veröffentlichten Ergebnissen.

Weitere Auskünfte geben:

Zum Thema "Erwerbstätigkeit": Stephan Lüken, Telefon: (0611) 75-2016, E-Mail: stephan.lueken@destatis.de

Zum Thema "Erwerbslosigkeit": Thomas Riede, Telefon: (0611) 75-2433, E-Mail: thomas.riede@destatis.de

Stephan Lüken | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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