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Sozialpädagogische Familienhilfe steigt, Heimerziehung geht zurück

16.10.2006
Ende des Jahres 2005 erhielten nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 30 000 Familien in Deutschland sozialpädagogische Familienhilfe.

Gegenüber dem Jahr 2000 ist die Zahl der mit dieser ambulanten Hilfeart unterstützten Familien somit um 54% angestiegen. Überdurchschnittlich stark war der Anstieg der Zahl der Familien mit einem (minderjährigen) Kind. Erhielten im Jahr 2000 insgesamt 5 400 Ein-Kind-Familien diese Unterstützung, lag deren Zahl 2005 mit 9 600 rund 78% höher.

Sozialpädagogische Familienhilfe unterstützt Eltern bei Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen sowie in Krisen- und Konfliktsituationen und wird meist über eine längere Zeit erbracht. Sozialpädagogische Familienhelferinnen und -helfer besuchen die Familien regelmäßig in ihrer Wohnung und suchen vor Ort gemeinsam mit diesen nach passenden Lösungen.

In einer weiteren Hilfeart für Kinder und Jugendliche, der teilstationären Tagesgruppe, wurden Ende 2005 nach vorläufigen Ergebnissen (ohne Angaben für Nordrhein-Westfalen) 13 600 Kinder und Jugendliche pädagogisch unterstützt und gefördert. Das waren 3% mehr als fünf Jahre zuvor.

Darüber hinaus waren 83 400 Kinder, Jugendliche und junge Volljährige Ende 2005 nach diesen vorläufigen Ergebnissen in einer Pflegefamilie, im Heim oder in einer betreuten Wohnform untergebracht (ohne Angaben für Nordrhein-Westfalen). Fünf Jahre zuvor, Ende 2000, waren 91 000 oder 8% mehr junge Menschen vollstationär außerhalb des Elternhauses untergebracht gewesen.

Weitere Auskünfte gibt: Zweigstelle Bonn, Franz-Josef Kolvenbach, Telefon: (01888) 644-8152, E-Mail: jugendhilfe@destatis.de

Franz-Josef Kolvenbach | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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