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Importe von Öl und Gas aus Russland wertmäßig um 58% gestiegen

06.10.2006
Wie das Statistische Bundesamt zum Besuch des Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, am 10. Oktober in Deutschland mitteilt, wurden im ersten Halbjahr 2006 nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 15,6 Milliarden Euro aus Russland nach Deutschland importiert.

Dies ist ein Zuwachs in Höhe von 50% gegenüber dem ersten Halbjahr 2005. Die deutschen Exporte nach Russland stiegen im gleichen Zeitraum um 25% auf 9,6 Milliarden Euro.

Bei den Einfuhren dominieren vor allem Rohstoffe. So waren im ersten Halbjahr 2006 Erdöl und Erdgas die wichtigsten eingeführten Güter mit einem Anteil von 78% (12,2 Milliarden Euro) an den Gesamteinfuhren aus Russland. Durch die stark gestiegenen Einfuhrpreise von Erdöl und Erdgas haben die Importe dieser Rohstoffe wertmäßig um 58% gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 zugenommen, mengenmäßig nahmen die Importe deutlich weniger zu (+ 11%). Weitere wichtige Einfuhrgüter waren Metalle und Halbzeug daraus mit einem Anteil von 10% (1,6 Milliarden Euro) und Kokerei- beziehungsweise Mineralölerzeugnisse mit 6% (0,9 Milliarden Euro).

Bei den deutschen Ausfuhren nach Russland im ersten Halbjahr 2006 waren Maschinen mit 25% (2,4 Milliarden Euro), Kraftwagen und Kraftwagenteile mit 14% (1,4 Milliarden Euro) sowie chemische Erzeugnisse mit 13% (1,2 Milliarden Euro) die drei wichtigsten Handelsgüter.

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Die Handelsbilanz der vergangenen Jahre zeigt aus deutscher Sicht stets Einfuhrüberschüsse. Für das Jahr 2005 ergab sich ein negativer Saldo in Höhe von 4,3 Milliarden Euro gegenüber 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Für das erste Halbjahr 2006 betrug der Einfuhrüberschuss im Handel mit Russland bereits 6,0 Milliarden Euro.

In der Rangfolge der wichtigsten Außenhandelspartner Deutschlands im Jahr 2005 lag Russland einfuhrseitig auf Platz 10 und ausfuhrseitig auf Platz 13.

Weitere Auskünfte gibt:
Alexander Loschky,
Telefon: (0611) 75-4558,
E-Mail: alexander.loschky@destatis.de

Alexander Loschky | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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