Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Verbraucherpreise 2001 um 2,5 % über dem Vorjahresstand

15.01.2002


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, auf Grund endgültiger Berechnungen mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2001 gegenüber 2000 um 2,5 % gestiegen, nach + 1,9 % im Jahr 2000 und + 0,6 % im Jahr 1999. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit 1994.

Im Dezember 2001 stieg der Preisindex gegenüber Dezember 2000 um 1,7 %. Im Vergleich zum Vormonat ergibt sich eine Zunahme von 0,1 %. Die Schätzung für Dezember 2001 auf Grund der Ergebnisse aus sechs Bundesländern wurde damit bestätigt.

In den Vormonaten November und Oktober 2001 sind die Preise im Vorjahresvergleich um 1,7 % bzw. 2,0 % gestiegen. Seit dem Höchststand im Mai 2001 (+ 3,5 %) ist die Jahresteuerungsrate damit stetig zurückgegangen. Noch immer haben Heizöl und Kraftstoffe einen deutlich preishemmenden Effekt. Der Preisrückgang für leichtes Heizöl betrug im Jahresvergleich 28,1 %, binnen Monatsfrist sanken die Heizölpreise um 7,9 %. Auch die Kraftstoffpreise fielen wieder sowohl im Vergleich zum Vorjahr (– 6,7 %) als auch zum Vormonat (– 0,6 %). Die Veränderungsrate für den Gesamtindex ohne Heizöl und Kraftstoffe lag gegenüber dem Vorjahresmonat bei + 2,3 %.

Die Preise für Nahrungsmittel sind weiterhin überdurchschnittlich gestiegen (+ 5,3 % gegenüber Dezember 2000). Der Höhepunkt des Preisanstiegs scheint allerdings überschritten zu sein. So lag die Jahresteuerung von Fleisch und Fleischwaren im Juni noch bei 9,7 % und ist seitdem auf 7,6 % zurückgegangen. Weiterhin hervorzuheben sind die Teuerungsraten für Fische und Fischwaren (+ 6,9 %) sowie für Molkereiprodukte und Eier (+ 7, 8 %). Unter den Nahrungsmitteln waren lediglich Kaffee, Tee, Kakao (– 0,3 %) günstiger als im Dezember 2000.

Für das frühere Bundesgebiet ergab sich im Jahresdurchschnitt 2001 eine Preissteigerungsrate von 2,3 %. Der Dezember 2001 weist im Vorjahresvergleich eine Teuerungsrate von 1,6 % auf. Im Vergleich zum November 2001 stieg der Index um 0,1 %.

Für die neuen Länder und Berlin-Ost wurde für das Jahr 2001 eine Teuerungsrate von 2,9 % ermittelt. Die Steigerung von Dezember 2001 gegenüber Dezember 2000 liegt bei 2,2 %. Der Index für die neuen Länder und Berlin-Ost stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 %.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Jahresdurchschnitt um 2,4 % gestiegen. Die Teuerung von Dezember 2001 gegenüber Dezember 2000 betrug 1,5 %. Gegenüber November 2001 stieg der Index um 0,1 %. Die Schätzung vom 21. Dezember 2001 wurde damit leicht nach unten korrigiert.

Weitere Angaben enthalten der Eil- und der Monatsbericht Dezember 2001 der Fachserie 17, Reihe 7, "Preisindizes für die Lebenshaltung" Verlag Metzler-Pöschel, Verlagsauslieferung SFG-Servicecenter, Fachverlage GmbH, Postfach 43 43, 72774 Reutlingen, Telefon: 07071/93 53 50, Telefax: 07071/ 93 53 35, E-Mail: destatis@s-f-g.com.

Diese Informationen sind auch online im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/shop erhältlich.

Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte

Gesamtindex / Abteilungen
________

Jahr / Monat

1995 = 100

Veränderung
gegenüber


Vorjahres-
zeitraum

Veränderung
gegenüber
Vormonat

in %

Gesamtindex im Dezember 2001

109,6

1,7

0,1

Nahrungsmittel und alkohol-
  freie Getränke


106,2


4,7


0,6

Alkoholische Getränke,
  Tabakwaren


109,6


1,3


– 0,1

Bekleidung und Schuhe

103,6

1,2

0,0

Wohnung, Wasser, Strom,
  Gas u.s.w.


114,0


1,0


– 0,3

Einrichtungsgegenstände,   Haushaltsgeräte u.ä.


103,6


1,4


0,0

Gesundheitspflege

112,7

1,2

0,0

Verkehr

115,6

1,2

0,0

Nachrichtenübermittlung

82,0

– 2,1

0,0

Freizeit, Unterhaltung u.ä.

106,4

1,3

0,7

Bildungswesen

121,6

1,2

0,0

Beherbergungs- und Gast-
  stättendienstleistungen


108,0


2,1


0,6

Andere Waren und Dienst-
  leistungen


110,5


2,6


0,1

Gesamtindex

 

 

 

1997 D

 

103,3

1,9

-

1998 D

 

104,3

1,0

-

1999 D

 

104,9

0,6

-

2000 D

 

106,9

1,9

-

2001 D

 

109,6

2,5

-

2000

Dezember

107,8

2,2

0,1

2001

Januar

108,3

2,4

0,5

Februar

109,0

2,6

0,6

März

109,1

2,5

0,1

April

109,5

2,9

0,4

Mai

110,0

3,5

0,5

Juni

110,2

3,1

0,2

Juli

110,2

2,6

0,0

August

110,0

2,6

– 0,2

September

110,0

2,1

0,0

Oktober

109,7

2,0

– 0,3

November

109,5

1,7

– 0,2

Dezember

109,6

1,7

0,1

______________
D = Jahresdurchschnitt

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie über unsere Service-Nummer,
Telefon: (0611) 75-2621,
E-Mail:
verbraucherpreisindex@destatis.de


| Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/ 

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik