Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Drei Viertel der Unternehmen bieten berufliche Weiterbildung an

14.01.2002


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt, mitteilt, nutzen 75 % der Unternehmen in Deutschland das breite Spektrum von Weiterbildungsmöglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dies zeigen Ergebnisse für das Jahr 1999 aus der vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit den Statistischen Landesämtern durchgeführten Zweiten Europäischen Erhebung zur beruflichen Weiterbildung.

Danach bieten 67 % der Unternehmen Lehrveranstaltungen (Lehrgänge oder Kurse), also die klassische Form der beruflichen Weiterbildung, an.

72 % wenden andere Formen der Weiterbildung an, wie z. B. Informationsveranstaltungen (61 %) und geplante Phasen der Weiterbildung am Arbeitsplatz (54 %). Moderne Formen wie selbstgesteuertes Lernen (14 %), Lern- und Qualitätszirkel (11 %) und vor allem Job-Rotation (4 %) sind demgegenüber weniger verbreitet.

36 % aller Beschäftigten der Unternehmen mit entsprechenden Angebot nehmen an Lehrveranstaltungen teil. Die Teilnahmequote der Frauen liegt mit 33 % unter derjenigen der Männer (38 %).

Je Teilnehmer ergeben sich im Durchschnitt 27 Weiterbildungsstunden im Jahr, wobei Männer mit 28,5 Stunden etwas länger teilnehmen als Frauen (24,7 Stunden).

Pro Teilnehmer wenden die deutschen Unternehmen 1 723 Euro für Lehrveranstaltungen auf; umgerechnet auf alle Beschäftigten in Unternehmen mit Lehrveranstaltungen beträgt dieser Wert 624 Euro.

Mit gut 43 % haben die Lohn- und Gehaltskosten der Teilnehmer den größten Anteil an den Weiterbildungskosten. 19 % entfallen auf Zahlungen und Gebühren für externe Lehrveranstaltungen, 13 % auf Kosten für internes Weiterbildungspersonal und 10 % auf Kosten für den Einsatz von externem Weiterbildungspersonal. Reisekosten und Spesen (8 %) oder Kosten für Räume und Ausstattung (6 %) machen dagegen nur einen geringen Teil der Weiterbildungskosten aus.

Die Erhebung fand in insgesamt 26 europäischen Staaten statt. In Deutschland wurden 10 000 Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen befragt.

Eine ausführliche Beschreibung der Erhebung ist in "Wirtschaft und Statistik", Heft 12/2001 unter dem Titel "Zweite Europäische Erhebung zur beruflichen Weiterbildung – Methodik und erste Ergebnisse" veröffentlicht. Ferner informiert die Broschüre "Zweite Europäische Erhebung zur beruflichen Weiterbildung" über wichtige Ergebnisse der Befragung. Diese Broschüre wird zur Information an alle teilnehmenden Unternehmen verteilt. Sie kann – ebenso wie Sonderdrucke des zitierten Aufsatzes – bei Destatis kostenlos in elektronischer Form bezogen werden ( Statistisches Bundesamt, Gruppe VII C, 65180 Wiesbaden, Telefon: 0611 - 75 41 52, Telefax: 0611 - 75 39 77, E-Mail: cvts@destatis.de).

Weitere Auskünfte erteilen: Ute Egner und Christiane Krüger-Hemmer,
Telefon: (0611) 75-4155 bzw. -4152,
E-Mail:
cvts@destatis.de


Ute Egner | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Fraunhofer-Forscher entwickeln Hochdrucksensoren für Extremtemperaturen

28.06.2017 | Energie und Elektrotechnik

Zeolith-Katalysatoren ebnen den Weg für dezentrale chemische Prozesse: Biosprit aus Abfällen

28.06.2017 | Verfahrenstechnologie