Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2005: Kulturausgaben der öffentlichen Hand bei 8 Milliarden Euro

20.07.2006
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gaben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2005 nach vorläufigen Berechnungen rund 8,03 Milliarden Euro für Kultur aus. In Relation zur Wirtschaftskraft Deutschlands erreichten die öffentlichen Ausgaben für Kultur - wie in den Jahren zuvor - einen Anteil von knapp 0,4% am Bruttoinlandsprodukt.

Diese und weitere Ergebnisse bietet der Kulturfinanzbericht 2006, der in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Deutschen Städtetag entstand und heute bereits zum dritten Mal seit dem Jahr 2000 von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder veröffentlicht wird.

Detaillierte und endgültige Ergebnisse liegen aktuell auf Basis der Jahresrechnungsstatistik für das Jahr 2003 vor. Danach gaben die öffentlichen Haushalte insgesamt 8,07 Milliarden Euro für Kultur aus. Länder und Gemeinden einschließlich Zweckverbände hatten 2003 in etwa gleich hohe Anteile an den Kulturausgaben (jeweils knapp 44% oder rund 3,50 Milliarden Euro). Der Bund beteiligte sich mit weiteren 1,01 Milliarden Euro (12,5%) an den öffentlichen Kulturausgaben. Insgesamt stellten die öffentlichen Haushalte hierfür 1,75% ihres Gesamtetats beziehungsweise 98 Euro je Einwohner zur Verfügung.

Der Kulturbereich Theater und Musik band den größten Teil der öffentlichen Kulturausgaben. Im Jahr 2003 waren dies 2,99 Milliarden Euro, das entspricht einem Anteil von 37,0% an allen Kulturausgaben. Weitere 1,30 Milliarden Euro (16,1%) flossen in die Finanzierung der Museen. Für Bibliotheken und Archive gab die öffentliche Hand 1,27 Milliarden Euro (15,8%) aus. Die Ausgaben für die auswärtige Kulturpolitik betrugen 304,4 Millionen Euro (davon Bund: 295,3 Millionen Euro). Für die Finanzierung der Kunsthochschulen brachten die öffentlichen Mittelgeber weitere 429,4 Millionen Euro auf. 810,5 Millionen Euro stellte die öffentliche Hand 2003 für den Bereich der Sonstigen Kulturpflege und 524,5 Millionen Euro für die Kulturverwaltung zur Verfügung. In Relation zur Einwohnerzahl waren die Kulturausgaben in Berlin (159 Euro), Sachsen und Bremen (jeweils 157 Euro) am höchsten, in Schleswig-Holstein (52 Euro), Rheinland-Pfalz (53 Euro) und im Saarland (54 Euro) am niedrigsten.

Weiterhin enthält der Kulturfinanzbericht 2006 eine vergleichende Übersicht über die laufenden Kulturausgaben je Einwohner auf der Ebene ausgewählter Städte. Von allen Landeshauptstädten tätigte Dresden (130 Euro) im Jahr 2003 die höchsten laufenden Ausgaben je Einwohner, gefolgt von Düsseldorf (129 Euro) und Magdeburg (128 Euro). Bei den Großstädten über 500 000 Einwohner lag Frankfurt am Main mit 207 Euro an laufenden Ausgaben je Einwohner an der Spitze.

Als Neuerung im jetzt vorgelegten Bericht ist die ergänzende Darstellung des Bereichs Filmförderung hervorzuheben. Für die Filmförderung wurde 2003 ein Betrag von rund 160 Millionen Euro aufgewendet, der in den Gesamtausgaben für Kultur nur teilweise enthalten ist.

Die elektronische Version des Kulturfinanzberichtes 2006 wird als PDF-Datei im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/shop) zum Preis von 12,- Euro angeboten. In gedruckter Form ist der Kulturfinanzbericht 2006 über den Statistik- Shop des Statistischen Bundesamtes und den Buchhandel für 16,- Euro zu beziehen. Ergänzendes Zahlenmaterial zur Kulturfinanzierung von Bund und Ländern im Berichtszeitraum 1975 bis 2005 steht im Statistik Shop zum Preis von 4,- Euro im Format Excel als Download- Angebot zur Verfügung. Ausführliche Tabellen zu den Kulturausgaben der deutschen kreisfreien Städte und aller Städte über 100 000 Einwohner sind im StatistikShop kostenfrei verfügbar.

Der Kulturfinanzbericht 2006 kann auch über das gemeinsame Statistik- Portal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder (www.statistik-portal.de) bezogen werden.

Weitere Auskünfte gibt: Astrid Stroh, Telefon: (0611) 75-4113, E-Mail: astrid.stroh@destatis.de

Astrid Stroh | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise