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Sommer 2001: 500 000 Flugpassagiere weniger ins Ausland

19.12.2001


Wie Destatis, das Statistische Bundesamt mitteilt, flogen während der Sommerreisesaison 2001 (April bis Oktober) 33,2 Mill. Personen von Deutschland ins Ausland, 1,5 % bzw. rund 500 000 weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Damit ging im Vorjahresvergleich erstmals seit 1990 das Passagieraufkommen im Auslandsluftverkehr zurück.

Dies ist in erster Linie auf die Nachwirkungen der Terroranschläge im September zurückzuführen: Während für die Monate April bis August (24,2 Mill. Passagiere mit Auslandsziel) noch ein Plus von 1,6 % verbucht wurde, ergab sich für den Zeitabschnitt April bis September 2001 (29,1 Mill.) eine Stagnation (+ 0,4 %); das Minus für die Sommersaison wurde somit hauptsächlich durch einen zweistelligen Rückgang der Fluggastzahlen im Oktober (– 12,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat) verursacht.

In europäische Zielländer flogen in der Sommerreisesaison 2001 fast so viele Passagiere wie im Vorjahr (25,7 Mill. ; – 0,1 %): Für Spanien, das bedeutendste Land, war ein Minus von 3,1 % zu verzeichnen, wobei 2,8 Mill. (– 9,3 %) Personen auf die Balearen und 1,5 Mill. (– 3,7 %) auf die Kanaren flogen. In die Türkei (3,4 Mill.) reisten per Flugzeug 14,3 % mehr Gäste. Die Ergebnisse für Großbritannien und Nordirland (2,5 Mill.; – 5,0 %), Griechenland (2,2 Mill.; – 4,9 %), Italien (1,9 Mill.; – 0,2 %), Frankreich (1,6 Mill.; – 0,9 %) und für die Schweiz (1,0 Mill.; – 2,4 %) lagen unter den Werten des Vorjahreszeitraums.

Das Fluggastaufkommen nach Amerika ging um 9,7 % auf 3,5 Mill. Passagiere zurück. Die Passagierzahl in die USA (2,3 Mill.) blieb mit einem Minus von 11,0 % deutlich unter dem Vorjahresergebnis, in die Dominikanische Republik (0,2 Mill.) flogen sogar 21,9 % weniger Personen.

Nach Afrika flogen insgesamt 1,6 Mill. Personen (– 5,3 %); dabei mussten auch die nordafrikanischen Mittelmeeranrainerstaaten Tunesien (0,7 Mill.; – 6,5 %) und Ägypten (0,5 Mill.; – 6,3 %) Rückgänge verbuchen. Südafrika hingegen legte entgegen der Gesamttendenz sogar zweistellig (+ 11,0 %) auf den neuen Höchststand von 143 000 Passagieren zu; damit reisten in dieses Land ca. 100 000 Fluggäste mehr als im Sommer 1990.

In asiatische Länder flogen 2,3 Mill. Passagiere (+ 0,4 %). Japan (0,3 Mill.; – 6,2 %) und Hongkong (0,1 Mill.; – 2,8 %) verzeichneten Verluste, während nach Thailand (0,2 Mill.; + 8,4 %), Singapur (0,2 Mill.; + 10,8 %) und Indien (0,2 Mill.; + 1,1 %) mehr Passagiere als in der Sommerreisesaison 2000 flogen.

Im innerdeutschen Luftverkehr (12,0 Mill.) reisten 6,3 % weniger Passagiere als von April bis Oktober 2000.

Internationaler Reiseverkehr von deutschen Flughäfen
- Einsteigende Passagiere -

Zielgebiet

April bis Oktober

2001
gegenüber
2000

2001

2000

1 000 Passagiere

%

Insgesamt

33 152

33 645

– 1,5

Europa

25 702

25 733

– 0,1

darunter:

 

 

 

Frankreich

1 604

1 618

– 0,9

Griechenland

2 168

2 278

– 4,9

darunter:

 

 

 

Griechische Inseln

1 440

1 531

– 5,9

Vereinigtes Königreich

2 470

2 601

– 5,0

Italien

1 918

1 923

– 0,2

Österreich

852

821

3,8

Portugal

744

745

– 0,2

Spanien

6 228

6 428

– 3,1

darunter:

 

 

 

Balearen

2 846

3 138

– 9,3

Kanaren

1 500

1 558

– 3,7

Schweiz

988

1 012

– 2,4

Türkei

3 353

2 935

14,3

darunter:

 

 

 

Antalya

1 726

1 344

28,4

Zypern

162

168

– 3,2

Afrika

1 616

1 707

– 5,3

darunter:

 

 

 

Ägypten

472

503

– 6,3

Marokko

114

124

– 8,3

Tunesien

708

757

– 6,5

Kenia

21

20

1,2

Südafrika

143

129

11,0

Amerika

3 495

3 869

– 9,7

darunter:

 

 

 

Kanada

467

471

– 0,9

USA

2 321

2 607

– 11,0

Dominik.Rep.

205

263

– 21,9

Mexiko

118

121

– 2,5

Asien

2 316

2 307

0,4

darunter:

 

 

 

Israel

171

221

– 22,7

Indien

150

149

1,1

Sri Lanka

33

46

– 28,1

Hongkong

146

150

– 2,8

Japan

304

324

– 6,2

Singapur

206

186

10,8

Thailand

233

215

8,4

Australien/Ozeanien

23

30

– 24,4

Weitere Auskünfte erteilt: Roland Fischer,
Telefon: (0611) 75-2115,
E-Mail: luftverkehr@destatis.de

Roland Fischer | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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