Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Plus bei öffentlichen Einnahmen von 8,4% im ersten Quartal 2006

30.06.2006
Nach vorläufigen Ergebnissen der Kassenstatistik des Statistischen Bundesamtes stiegen die Einnahmen der öffentlichen Haushalte (Bund, Sondervermögen des Bundes, Länder, Gemeinden/ Gemeindeverbände (Gv.) und Sozialversicherung) im ersten Quartal 2006 um 8,4% auf 226,0 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal 2005.

Mit 264,2 Milliarden Euro blieben die Ausgaben nahezu konstant auf dem im Vorjahr erreichten Niveau (- 0,2%). Das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte (in Abgrenzung der Finanzstatistik, einschließlich des Saldos der haushaltstechnischen Verrechnungen) reduzierte sich dadurch gegenüber dem Vorjahr um 18,2 Milliarden Euro auf 38,2 Milliarden Euro. Die Neuaufnahme von Schulden zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte betrug im ersten Quartal 2006 netto, das heißt nach Abzug der Schuldentilgung, lediglich 2,8 Milliarden Euro. Der größte Teil des Defizits wurde durch kurzfristige Mittel (Kassenbestände, Kassenverstärkungskredite) gedeckt. Die Kassenverstärkungskredite zur Überbrückung vorübergehender Liquiditätsengpässe erreichten zum 31. März 2006 einen Stand von 53,8 Milliarden Euro. Der Stand aller mittel- und langfristigen Kreditmarktschulden, die die öffentlichen Haushalte bisher zur Finanzierung ihrer Ausgaben aufgenommen haben, erreichte zum Quartalsende 1 448,1 Milliarden Euro.

Für die positive Entwicklung auf der Einnahmenseite waren vor allem die kräftig gestiegenen Mehreinnahmen der Gebietskörperschaften aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben maßgeblich (+ 8,2% auf 200,5 Milliarden Euro). Mit einem Plus von 13,5% auf 10,9 Milliarden Euro fiel der Zuwachs bei den Steuereinnahmen der Gemeinden/Gv. am höchsten aus. Zurückzuführen war der bereits im Vorjahr zu beobachtende positive Trend bei den kommunalen Steuereinnahmen auf erneut gestiegene Gewerbesteuereinnahmen, die - nach Abzug der an Bund und Länder abzuführenden Gewerbesteuerumlage - gegenüber dem Vorjahr um 18,9% auf 7,7 Milliarden Euro zugenommen haben. Nach einem leichten Minus im ersten Quartal des Vorjahres verzeichneten auch der Bund (+7,6% auf 43,7 Milliarden Euro) und die Länder (+ 8,5% auf 41,5 Milliarden Euro) in den ersten drei Monaten des Jahres 2006 deutliche Zuwächse bei den Steuereinnahmen. Höhere Einnahmen erzielte der Bund auch durch den auf 2,9 Milliarden Euro gestiegenen Bundesbankgewinn, der im Vorjahr nur knapp 0,7 Milliarden Euro betragen hatte.

Der Zuwachs bei den Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung von 7,3% auf 119,7 Milliarden Euro war vor allem auf höhere Beitragseinnahmen der gesetzlichen Rentenversicherung von rund 5,6 Milliarden Euro und der Bundesagentur für Arbeit von rund 2 Milliarden Euro zurückzuführen, die jedoch im Wesentlichen auf einen Sondereffekt durch einen geänderten Beitragseinzug ab dem ersten Quartal 2006 zurückzuführen sind. Die Ausgaben der Sozialversicherung gingen um 0,9% auf 116,6 Milliarden Euro geringfügig zurück.

Auch bei den Ausgaben des Bundes (- 0,9% auf 80,1 Milliarden Euro) und der Länder (+ 0,3% auf 67,6 Milliarden Euro) waren im ersten Quartal 2006 nur leichte Änderungen zu verzeichnen. Dagegen nahmen die Ausgaben der Gemeinden/Gv. insgesamt um 4,4% auf 36,4 Milliarden Euro zu. Gestiegen sind vor allem die Ausgaben für soziale Leistungen der Kommunen (+ 9,1% auf 9,3 Milliarden Euro), hier insbesondere die Zahlungen für Unterkünfte an Arbeitssuchende (Hartz IV).

Weitere Auskünfte gibt: Klaus-Dieter Kleinjung, Telefon: (0611) 75-4173, E-Mail: gesamthaushalt@destatis.de

Klaus-Dieter Kleinjung | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Sozialversicherung Steuereinnahme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie