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Erzeugerpreise Mai 2006:+ 6,2% gegenüber Mai 2005

20.06.2006
Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Mai 2006 um 6,2% höher als im Mai 2005. Dies ist die höchste Jahresteuerungsrate seit Juni 1982 (+ 6,4%). Im April 2006 hatte die Jahresveränderungsrate bei + 6,1% und im März 2006 bei + 5,9% gelegen. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index im Mai 2006 um 0,1% gestiegen.

Trotz leicht fallender Preise gegenüber dem Vormonat bei den Mineralölerzeugnissen (- 0,9%) und bei elektrischem Strom (- 2,4%) sind die hohen Energiepreise nach wie vor Hauptursache für den starken Anstieg der Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahr: Energie verteuerte sich gegenüber Mai 2005 um durchschnittlich 19,3%. Bei den einzelnen Energiearten ergaben sich im Mai 2006 folgende Jahresteuerungsraten: Kohle + 5,9%, Erdöl aus inländischer Förderung + 42,4%, Mineralölerzeugnisse + 17,4% (darunter Kraftstoffe + 13,0%, leichtes Heizöl + 35,5%, schweres Heizöl + 43,7%, Flüssiggas + 29,4%), Strom + 16,4%, Erdgas + 26,1% und Fernwärme + 13,3%. Ohne Berücksichtigung von Energie sind die Erzeugerpreise im Mai 2006 gegenüber dem Vormonat um 0,4% und gegenüber dem Vorjahr um 2,3% gestiegen.

Auch im Mai 2006 setzten sich die starken Preissteigerungen bei den Nichteisenmetallen weiter fort. Gegenüber dem Vormonat zogen die Preise um durchschnittlich 9,4% an, die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr betrug im Mai + 50,6%. Für einzelne Metallsorten ergaben sich folgende Jahresteuerungsraten: Kupfer und Kupferhalbzeug + 95,9%, Blei, Zink und Zinn + 81,5%, Edelmetalle + 66,0% sowie Aluminium und Aluminiumhalbzeug + 17,9%.

Neben den genannten Preiserhöhungen bei Energie und bei Nichteisenmetallen wurden im Mai 2006 signifikante Preissteigerungen gegenüber Mai 2005 bei folgenden Güterarten festgestellt: Tabakerzeugnisse (+ 7,2%), chemische Grundstoffe (+ 5,3%), Verlagserzeugnisse (+ 2,9%), Metallerzeugnisse (+ 1,9%), Gummi- und Kunststoffwaren (+ 1,7%), Personenkraftwagen und Wohnmobile (+ 1,5%) sowie Maschinen (+ 1,1%). Billiger als vor Jahresfrist waren dagegen nachrichtentechnische Geräte und Einrichtungen (- 13,4%), elektronische Bauelemente (- 13,4%) sowie Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 8,4%).

Im Vergleich zum Vormonat verteuerten sich vor allem organische Grundstoffe und Chemikalien (+ 1,1%), Geräte der Elektrizitätserzeugung und -verteilung (+ 0,7%), Holz und Holzwaren (+ 0,7%), Walzstahl (+ 0,7%), Metallerzeugnisse (+ 0,5%), Papier-, Karton- und Pappewaren (+ 0,4%) sowie Verlagserzeugnisse (+ 0,3%). Sinkende Preise im Vergleich zum April 2006 waren vor allem bei folgenden Erzeugnissen zu verzeichnen: elektronische Bauelemente (- 1,9%) sowie Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (- 0,9%).

Weitere Auskünfte gibt:
Klaus Beisiegel,
Telefon: (0611) 75-3441,
E-Mail: erzeugerpreise@destatis.de

Klaus Beisiegel | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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