Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frauen sind in Europa häufiger erwerbslos als Männer

06.03.2006


Auf dem Arbeitsmarkt haben es Frauen nach wie vor schwerer als Männer: Während im Jahresdurchschnitt 2005 in Deutschland 8,8% der männlichen Erwerbspersonen erwerbslos waren, lag die Erwerbslosenquote der Frauen bei 9,5%. In den meisten anderen europäischen Staaten waren die Verhältnisse ähnlich. Dies teilt das Statistische Bundesamt zum Internationalen Frauentag am 8. März mit.


Im Durchschnitt der 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union hatten 2005 die Frauen eine Erwerbslosenquote von 9,8%, die Männer hingegen eine Quote von 7,9%. Dabei zeigte sich innerhalb Europas ein deutliches Nord-Süd-Gefälle hinsichtlich der geschlechtsspezifischen Erwerbslosigkeit.

Am geringsten waren diese Unterschiede in nord- und einigen mitteleuropäischen Ländern ausgeprägt. Dies gilt zum Beispiel für Dänemark, Finnland, Schweden, die Niederlande und das Vereinigte Königreich, die traditionell auch eine hohe Frauenerwerbsbeteiligung und generell eher niedrige Erwerbslosenquoten aufweisen. Im Vereinigten Königreich, aber auch in Irland, Estland und Lettland waren Frauen im Jahr 2005 sogar etwas seltener erwerbslos als Männer.


Besonders starke Geschlechtsdifferenzen zeigten sich in einigen südeuropäischen Ländern. So war in Griechenland der Erwerbslosenanteil der Frauen im Jahr 2005 mit 15,5% mehr als doppelt so hoch wie der der Männer (6,2%). Auch in Spanien, Italien und in Luxemburg ist Erwerbslosigkeit offenbar in besonderem Maße ein weibliches Problem.

Der Blick über den europäischen Tellerrand hinaus zeigt, dass in den USA kein messbarer Geschlechtsunterschied hinsichtlich der Erwerbslosigkeit besteht: Im Jahr 2005 waren 5,1% der weiblichen und ein ebenso großer Anteil der männlichen Erwerbspersonen erwerbslos. In Japan lag die Erwerbslosenquote der Frauen mit 4,2% etwas unter jener der Männer (4,6%).

Die hier vorgestellten Ergebnisse folgen dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), das auf Grund seiner großen Verbreitung und seiner Unabhängigkeit von nationalen Regelungen besonders gut für internationale Vergleiche von Arbeitsmarktdaten geeignet ist. Erwerbslos im Sinne dieses Konzeptes ist, wer über 15 Jahre alt ist und derzeit keiner bezahlten oder selbstständigen Tätigkeit nachgeht, obwohl er oder sie aktiv nach einer solchen Tätigkeit sucht und bereit wäre, sie innerhalb der nächsten zwei Wochen aufzunehmen. Die Erwerbslosenquote errechnet sich als Anteil der Erwerbslosen an allen Erwerbspersonen (Summe von Erwerbslosen und Erwerbstätigen). Nach diesem Konzept erhobene Arbeitsmarktdaten für Deutschland werden monatlich im Rahmen der ILO- Arbeitsmarktstatistik des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht.

Weitere Auskünfte gibt: Dominik Asef, Telefon: (0611) 75-3485, E-Mail: dominik.asef@destatis.de

Dominik Asef | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Erwerbslos Erwerbslosenquote Erwerbslosigkeit Erwerbsperson

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau