Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Seegüterumschlag deutscher Häfen um 3 % gestiegen

29.10.2001


Wie DESTATIS, das Statistische Bundesamt, mitteilt, hat der Seegüterumschlag der deutschen Häfen im ersten Halbjahr 2001 weiter zugenommen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2000 erhöhte sich die Menge der ein- und ausgeladenen Güter um 3,5 Mill. t oder 2,9 % auf 122,2 Mill. t. Verglichen mit der Entwicklung im Vorjahr ist das Wachstum allerdings moderat: Von 1999 auf 2000 war der Seegüterumschlag um 8,2 % angestiegen.

Sehr uneinheitlich waren im ersten Halbjahr 2001 die Veränderungsraten der gelöschten und verladenen Gütermengen. Während die Ausladungen um 5,0 % auf 77,6 % Mill. t zunahmen, gingen die Einladungen um 0,5 % auf 44,6 Mill. t zurück.

In der Unterscheidung nach Fahrtgebieten sind im Verkehr mit europäischen Häfen im Ausland (+ 4,9 %) und mit Nordamerika (+ 18,8 %) deutlich mehr Güter umgeschlagen worden. Verringert haben sich dagegen die Beförderungen von und nach Häfen in Asien (- 5,3 %), Mittel- und Südamerika (- 2,3 %) Australien (- 1,1 %) und Afrika (- 0,5 %). Auch der Güterumschlag im nationalen Verkehr erreichte nicht das Vorjahresergebnis (- 9,9 %).

Der Umschlag von Massengut (z.B. Rohöl, Erze) reduzierte sich leicht (- 0,2 %) auf 64,0 Mill. t, der von Stückgut (Güter in Containern, auf Fahrzeugen oder sonstige Einzelgüter) erhöhte sich um 6,5 % auf 58,2 Mill. t. Allein die Containerladung lag im ersten Halbjahr 2001 um 9,0 % über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Gemessen in 20-Fuß-Einheiten (TEU) wurden 3,8 Mill. TEU ein- und ausgeladen (+ 12,0 %).

Die stärksten Aufkommenszuwächse verzeichneten die Güterarten feste mineralische Brennstoffe (+ 60,8 % auf 6,3 Mill. t) - hierbei handelt es sich überwiegend um Steinkohlenimporte -, Erze und Metallabfälle (+ 8,4 % auf 10,3 Mill. t) sowie Halb- und Fertigwaren (+ 8,3 % auf 38,0 Mill. t). Deutlich zurückgegangen sich die Umschläge von land- und forstwirtschaftlichen Erzeugnissen (- 9,9 % auf 8,5 Mill. t), Steinen und Erden (- 9,9 % auf 5,9 Mill. t) sowie von Erdöl und Mineralölerzeugnissen (- 3,6 % auf 29,5 Mill. t).

                                                                 Güterseeverkehr
                                                                 Mill. Tonnen

... mehr zu:
»Seegüterumschlag

 
Hauptverkehrsverbindungen/
Güterarten
1. Halbjahr
Veränderung
in %
2001
2000
Insgesamt
122,2
118,7
+ 2,9
nach Hauptverkehrsverbindungen      
  Binnenverkehr 
4,1
4,6
- 9,9
  Versand in das Ausland 
42,8
42,7
+ 0,3
  Empfang aus dem Ausland 
75,3
71,5
+ 5,3
nach Güterarten      
  Landwirtschaftliche Erzeugnisse u.ä.
8,5
9,4
- 9,9
  Andere Nahrungs- und Futtermittel
8,8
8,3
+ 5,1
  Feste mineralische Brennstoffe 
6,3
3,9
+ 60,8
  Rohöl, Mineralölerzeugnisse u.ä. 
29,5
30,6
- 3,6
  Erze, Metallabfälle 
10,3
9,5
+ 8,4
  Eisen, NE-Metalle 
4,5
4,6
- 2,9
  Steine und Erden 
5,9
6,5
- 9,9
  Düngemittel 
2,9
3,0
- 1,9
  Chemische Erzeugnisse 
7,5
7,7
- 2,4
  Andere Halb- und Fertigerzeugnisse 
38,0
35,1
+ 8,3
    darunter: besondere Transportgüter 
22,3
19,6
+ 13,6

Weitere Auskünfte erteilt: Hans-Peter Lüüs,


Telefon: (0611) 75-2125,
E-Mail: hans-peter.lueues@destatis.de

Hans-Peter Lüüs | Pressemitteilung

Weitere Berichte zu: Seegüterumschlag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was Stammzellen zu perfekten Alleskönnern macht

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Selbstfaltendes Origami

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

27.06.2017 | Materialwissenschaften