Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jeder vierte Gestorbene erlag im Jahr 2000 einem Krebsleiden

24.10.2001


Wie DESTATIS, das Statistische Bundesamt, mitteilt, starben im Jahr 2000 in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen der Todesursachenstatistik insgesamt 838 796 Personen (388 981 Männer und 449 815 Frauen); dies waren 7 534 Sterbefälle oder 0,9 % weniger als im Vorjahr.

Bei nahezu jedem zweiten Verstorbenen (161 300 Männer und 233 600 Frauen) wurde der Tod durch eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems ausgelöst. Infolge von Kreislauferkrankungen starben insbesondere ältere Menschen, ca. 90 % der Verstorbenen waren über 65 Jahre. Frauen starben häufiger an Kreislauferkrankungen, weil sie im Durchschnitt älter werden als Männer. Allerdings waren von den 73 300 Personen, die infolge eines Herzinfarkts verstarben, 55 % Männer und 45 % Frauen.

Ein Viertel der im Jahr 2000 Verstorbenen erlag einem Krebsleiden (109 700 Männer und 101 300 Frauen). Bei den Männern hatten bösartige Erkrankungen der Verdauungsorgane (35 000 Verstorbene) und der Atmungsorgane (30 900 Verstorbene) die größte Bedeutung. Bei den verstorbenen Frauen dominierten bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane und der Brustdrüse mit 34 800 bzw. 17 900 Sterbefällen.

An nichtnatürlichen Todesursachen (Verletzungen und Vergiftungen) starben 34 500 Personen (21 700 Männer und 12 800 Frauen). Von den 11 100 Personen, die im Jahr 2000 freiwillig aus dem Leben schieden, waren 74 % Männer und 26 % Frauen.

Todesursachen 2000 *)
Deutschland

Pos.Nr.
ICD-10
1)

Todesursachen

Gestorbene 2000

insgesamt

männlich

weiblich

Anzahl

in %

Anzahl

%-Anteil
an der
Todes-


ursache

Anzahl

%-Anteil
an der
Todes-
ursache

A00-T98

Insgesamt

838 796

100,0

388 981

46

449 815

54

 

darunter:

 

 

 

 

 

 

C00-C97

  Bösartige Neubildungen

211 000

25,2

109 700

52

101 300

48

I00-I99

  Krankheiten des Kreislauf-
    systems


394 900


47,1


161 300


41


233 600


59

I21-I22

  Myokardinfarkt

73 300

8,7

40 300

55

33 000

45

J00-J99

  Krankheiten des Atmungs-
    systems


51 800


6,2


27 100


52


24 700


48

K00-K93

  Krankheiten des Verdauungs-
    systems


40 700


4,9


21 000


52


19 700


48

S00-T98

  Verletzungen, Vergiftungen und
    bestimmte andere Folgen
    äußerer Ursachen



34 500



4,1



21 700



63



12 800



37

 

  darunter nach der äußeren Ursache (S00-T98):

 

 

 

 

V01-V99

    Transportmittelunfälle

7 800

0,9

5 600

72

2 200

28

W00-W19

    Stürze

7 400

0,9

3 100

42

4 300

58

X60-X84

    Vorsätzliche Selbst-
    beschädigung (Suizid)


11 100


1,3


8 100


74


3 000


26

*) Vorläufiges Ergebnis

1) Nach der internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter
    Gesundheitsprobleme, 10. Revision (ICD-10)

Weitere Auskünfte erteilt:Stefan Rübenach,
Telefon: (01888) 644-8112,
E-Mail
: stefan.ruebenach@destatis.de

| DESTATIS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie