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Maastricht-Defizitquote im Jahr 2005 beträgt 3,3%

22.02.2006


Das Finanzierungsdefizit des Staates betrug im Jahr 2005 nach aktualisierten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 74,5 Milliarden Euro. Dieser Betrag errechnet sich als Differenz der Einnahmen (974,8 Milliarden Euro) und der Ausgaben (1 049,3 Milliarden Euro) des Staates. Aufgeteilt auf die staatlichen Ebenen betrugen die Defizite des Bundes 49,6 Milliarden Euro, der Länder 19,6 Milliarden Euro, der Gemeinden 2,0 Milliarden Euro und der Sozialversicherung 3,4 Milliarden Euro. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 1995.


Unter Einbeziehung von Erträgen und Aufwendungen aus Swapgeschäften und Zinsderivaten ergibt sich der bereinigte Finanzierungssaldo (- 74,3 Milliarden Euro), der für das europäische Verfahren bei einem übermäßigen staatlichen Defizit (Maastricht-Vertrag) maßgeblich ist. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (2 245,5 Milliarden Euro) errechnet sich daraus für den Staat eine Defizitquote von 3,3% im Berichtsjahr. Die Quote lag damit auch im Jahr 2005 wie bereits seit 2002 über dem im Protokoll zum Maastricht-Vertrag genannten Referenzwert von 3% des Bruttoinlandsprodukts.

Finanzierungssaldo des Staates in Prozent des Bruttoinlandsprodukts in jeweiligen Preisen


2000 2001 2002 2003 2004 2005
+ 1,3 - 2,8 - 3,7 - 4,0 - 3,7 - 3,3

Aufgrund neuer Informationen, insbesondere zum Steueraufkommen und zu den Einnahmen und Ausgaben des Bundeshaushaltes für das 4. Quartal 2005, wurde das am 12. Januar 2006 veröffentlichte Ergebnis zum Finanzierungssaldo des Staates (3,5%) überarbeitet. Dabei erhöhten sich die Einnahmen im Jahr 2005 um 3,1 Milliarden Euro gegenüber der Januarschätzung, während 0,4 Milliarden Euro weniger verausgabt wurden. Das Finanzierungsdefizit des Staates war dadurch um 3,5 Milliarden Euro geringer als zunächst angenommen.

Weitere Auskünfte gibt: Dietrich Stache, Telefon: (0611) 75-2795, E-Mail: Dietrich.Stache@destatis.de

Dietrich Stache | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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