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Bevölkerungszunahme 2000 abgeschwächt

18.10.2001


Wie DESTATIS, das Statistische Bundesamt, anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, hatte Deutschland am 31. Dezember 2000 82 260 000 Einwohner, 96 000 oder 0,1 % mehr als Ende 1999 (82 163 000). 1999 hatte es eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 126 000 Personen oder 0,2 % gegeben, 1998 dagegen einen Rückgang um 20 000 Personen.


Das geringere Bevölkerungswachstum geht auf einen gegenüber 1999 kleineren Zuwanderungsüberschuss zurück: Im Jahr 2000 zogen 167 000 Personen mehr nach Deutschland als das Bundesgebiet verließen (1999: 202 000). Mit Ausnahme von 1997 und 1998 war in den neunziger Jahren der Zuwanderungsüberschuss meist erheblich höher.

Dem stand im Jahr 2000 ein Überschuss der Sterbefälle gegenüber den Geburten von 72 000 gegenüber. Von 1991 bis 2000 sind in Deutschland in jedem Jahr mehr Menschen gestorben als geboren wurden; der Sterbefallüberschuss war in diesem Zeitraum 1995 (119 000) und 1994 (115 000) am höchsten, 1998 hatte er 67 000 und 1999 76 000 betragen.


Der Zuwanderungsüberschuss im Jahr 2000 ergibt sich vor allem aus der Entwicklung der Wanderungen von Ausländern über die Grenzen Deutschlands. Im Jahr 2000 sind 649 000 Ausländer nach Deutschland zugezogen (1999: 674 000), darunter 79 000 Asylbewerber (1999: 95 000). 562 000 Ausländer haben im Jahr 2000 Deutschland verlassen (1999: 556 000). Dies bedeutet, dass 2000 wieder mehr Ausländer zu- als weggezogen sind (86 000). 1999 gab es einen Zuwanderungsüberschuss von 118 000 Personen (1998: 33 000 Personen).

Im Jahr 2000 sind 192 000 Deutsche nach Deutschland zugezogen (1999: 200 000), darunter 96 000 Aussiedler (1999: 105 000). Im gleichen Zeitraum sind 111 000 Deutsche fortgezogen, was zu einem Zuwanderungsüberschuss von 81 000 Deutschen führte (1999: 84 000).

Die Bevölkerungsentwicklung in den Bundesländern bietet kein einheitliches Bild. Mit Ausnahme Berlins, Bremens und des Saarlandes nahm im Jahr 2000 in allen Ländern des früheren Bundesgebietes die Bevölkerung zu. In den neuen Ländern war, außer in Brandenburg, die Bevölkerungszahl weiterhin rückläufig. Insgesamt gesehen hat die Bevölkerung im früheren Bundesgebiet um 0,3 % zugenommen, während sie in den neuen Ländern und Berlin-Ost um 0,6 % zurückgegangen ist.

Weitere Auskünfte erteilt: Hermann Voit,
Telefon: (0611) 75-2116,
E-Mail: hermann.voit@destatis.de

| DESTATIS

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