Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Baukonjunktur im 3. Quartal 2005: Der Aufwärtstrend setzt sich fort!

22.11.2005


Baunachfrage um 4 % gestiegen!
Gewerbliche Investoren als Motor der Entwicklung: Auftragsplus von 8 %!


Bisher noch keine positiven Auswirkungen auf den Umsatz!


Das deutsche Bauhauptgewerbe setzt seinen Aufwärtstrend fort: Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, stieg der Auftragseingang im 3. Quartal 2005 um nominal 4,4 % an. Dies gleicht die - witterungsbedingt - schlechte Entwicklung im 1. Quartal etwas aus: Von Januar bis September liegt das Auftragsniveau mittlerweile nur noch um 2,7 % unter dem Vorjahreswert.


Bisher wirkte sich die positive Auftragsentwicklung - die seit Mai dieses Jahres anhält - allerdings nicht auf die Umsätze aus: Der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe verzeichnete im 3. Quartal 2005 ein Minus von 4,7 % (Jan.-Sept.: - 9,3 %). Entsprechend setzte sich der Arbeitsplatzabbau fort: Im Durchschnitt der ersten neun Monate waren nur noch 695.200 Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe beschäftigt, 73.000 weniger als noch vor einem Jahr. Allerdings sind für die Ergebnisse noch statistische Korrekturen zu erwarten.

Die gewerblichen Investoren haben ihre Zurückhaltung aufgegeben, der Investitionsstau der letzten Jahre löst sich langsam auf: Der Auftragseingang im Wirtschaftsbau lag im 3. Quartal um 8,4 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (Jan.-Sept.: - 0,2 %). Hier macht sich bemerkbar, dass Deutschland mittlerweile zum Logistikstandort Nummer 1 geworden ist: Die Neubaugenehmigungen (umbauter Raum) für Handels- und Lagergebäude lagen um 2,1 % über dem Vorjahreswert; von Januar bis September betrug das Genehmigungsplus sogar 8,7 %.

Der Öffentliche Bau (3. Quartal: 6,0 %, Jan.-Sept.: - 2,0 %) profitiert auch weiterhin von dem Investitionsprogramm der Bundesregierung: Die Straßenbaubetriebe meldeten für das 3. Quartal ein Auftragsplus von 15,1 % (Jan.-Sept.: 1,0 %). Aber auch der sonstige Tiefbau lag mit 1,2 % im Plus (Jan.-Sept.: - 3,2 %). Lediglich für den Öffentlichen Hochbau wird ein Rückgang von 5,8 % ausgewiesen (Jan.-Sept.: - 6,4 %).

Von der allgemeinen baukonjunkturellen Erholung haben jedoch nicht alle Bausparten gleichermaßen profitiert. Der Wohnungsbau leidet immer noch unter der Unsicherheit der privaten Investoren: Der Auftragseingang lag im 3. Quartal um 7,8 % unter dem Vorjahreswert (Jan.-Sept.: - 9,4 %). Einziger Lichtblick: Die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen lag im 3. Quartal um 3,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Die positive Entwicklung ist allerdings nur auf ein Genehmigungsplus von fast 10 % beim Einfamilienhausbau zurückzuführen. Dies könnte bald wieder vorbei sein, zumal es sich lediglich um einen Reflex auf die (im Sommer einsetzende und nun beendete) Diskussion über die Zukunft der Eigenheimzulage handelt.

Dr. Heiko Stiepelmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bauindustrie.de

Weitere Berichte zu: Auftragsplus Aufwärtstrend Baugewerbe Baukonjunktur Vorjahreswert

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte