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Abwanderung von Ost- nach Westdeutschland schwächt sich weiter ab

28.09.2005


Wie das Statistische Bundesamt zum "Tag der Deutschen Einheit" mitteilt, zogen im Jahr 2004 146 400 Personen aus den neuen Bundesländern in das frühere Bundesgebiet (2003: 155 400), während 94 700 Menschen die umgekehrte Richtung wählten (2003: 97 000). Damit verloren die neuen Bundesländer per Saldo 51 700 Personen durch Abwanderung (2003: 58 400). Berlin bleibt bei dieser Betrachtung unberücksichtigt, weil sich ab dem Jahr 2001 die Wanderungen nicht mehr nach Berlin-West und Berlin-Ost trennen lassen. Zudem sind die Wanderungen zwischen Berlin und Brandenburg stärker von der Stadt-Umland-Beziehung als von der Ost-West- Wanderung geprägt.

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Von einem Höchststand im Jahr 1991 (165 400 Personen) ging der Wanderungssaldo zwischen den alten und den neuen Bundesländern zunächst zurück und erreichte 1996 einen Tiefststand von 24 900 Personen. Danach stieg die Zahl der Nettoabwanderungen aus dem Osten wieder an bis auf 97 700 Personen im Jahr 2001 und ist seitdem rückläufig. Zwischen 1991 und 2004 gab es insgesamt 2,18 Millionen Fortzüge aus den neuen in die alten Bundesländer und nur 1,28 Millionen in die umgekehrte Richtung. Dies führte für den Osten in diesem Zeitraum zu einem gesamten Abwanderungsverlust von 900 000 Menschen.

Von den 146 400 Personen, die im Jahr 2004 die neuen Länder verließen, war über die Hälfte (54%) zwischen 18 und 30 Jahre alt, ein knappes Viertel (24%) zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 15% jünger als 18 Jahre und rund 9% älter als 50 Jahre. Der Anteil der jungen Erwachsenen zwischen 18 bis 30 Jahren an den Abwandernden stieg in den letzten zehn Jahren kontinuierlich an, während der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 sowie der 30- bis 50- Jährigen zurückging. Dies weist darauf hin, dass weniger beziehungsweise kleinere Familien mit Kindern aus den neuen Bundesländern abwandern als noch in den 90er Jahren.


Von den 94 700 Personen, die in die neuen Bundesländern zogen, waren 44% zwischen 18 und 30 Jahre, über ein Viertel (27%) zwischen 30 und 50 Jahre alt und jeweils rund 15% jünger als 18 Jahren beziehungsweise älter als 50 Jahre. Insgesamt wanderten im Jahr 2004 mehr ältere Personen über 50 Jahre in die neuen Bundesländer zu als ab. Darüber hinaus haben sich die Wanderungen in beiden Richtungen in den letzten Jahren immer mehr auf die Gruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 bis 30 Jahre konzentriert, auch wenn dies in der West-Ost Richtung weniger ausgeprägt war.

Die Frauen stellten 2004 rund 50% der aus den neuen Bundesländern fortziehenden Personen aber nur 48% der zuziehenden Personen. Seit 1991 zogen jedes Jahr mehr Männer als Frauen aus dem früheren Bundesgebiet in die neuen Bundesländer, während bei der Abwanderung aus den neuen Bundesländern das Verhältnis ausgeglichen war oder teilweise die Frauen sogar den höheren Anteil ausmachten.

Zu den Hauptzielländern im Westen zählten im letzten Jahr Bayern mit 30 400 oder 21% aller Zugezogenen aus dem Osten, Niedersachsen mit 25 700 (18%), Baden-Württemberg mit 23 700 (16%) und Nordrhein- Westfalen mit 23 280 (16%). Von den neuen Bundesländern hatte Sachsen mit 27 900 (knapp 30%) die meisten Zuzüge aus dem früheren Bundesgebiet, aber auch die meisten Fortzüge (39 800 oder 27%).

Weitere Auskünfte gibt:
Claire Grobecker,
Telefon: (0611) 75-3178
E-Mail: claire.grobecker@destatis.de

Claire Grobecker | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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