Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Arbeits- und Wegeunfälle 2004: besonders starker Rückgang bei tödlichen Unfällen

08.06.2005


Im Jahr 2004 sind die Arbeits- und Wegeunfälle in der gewerblichen Wirtschaft auf ein Rekordtief gesunken. Den stärksten Rückgang weisen die Unfälle mit tödlichem Ausgang auf. Das teilt der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) heute in Berlin anlässlich der Präsentation der aktuellen Jahreszahlen mit.

Die Häufigkeit der Arbeitsunfälle in der deutschen Wirtschaft ist um 5,2 Prozent auf knapp 28 Arbeitsunfälle pro 1.000 Vollarbeiter gesunken. Die absolute Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle beträgt jetzt noch 841.447. "Damit wurde im Jahr 2004 der mit Abstand tiefste Stand der Nachkriegszeit erreicht", sagte HVBG-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer anlässlich der heutigen Pressekonferenz.

Ein Vollarbeiter entspricht der von einer vollbeschäftigten Person im Durchschnitt tatsächlich geleisteten Arbeitsstundenzahl. Durch die Bezugnahme auf Vollarbeiter beschreiben die Berufsgenossenschaften das tatsächliche Risiko eines Vollbeschäftigten, einen Arbeitsunfall zu erleiden und berücksichtigen damit konjunkturbedingte Schwankungen der Arbeitszeit.

Besonders hervorzuheben ist, dass die schwersten Unfälle, nämlich die tödlichen Arbeitsunfälle besonders stark um gut 12 Prozent auf noch 645 Todesfälle zurückgegangen sind.

Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle ist gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent auf 151.330 zurückgegangen. Ihre Häufigkeit je 1.000 Versicherungsverhältnisse ist damit um 4,6 Prozent auf 4,5 gesunken. Bei den tödlichen Wegeunfällen findet sich sogar eine Abnahme um 107 Fälle und damit um knapp 18 Prozent auf 497 Todesfälle.

"Mit unseren Rückgangsquoten bei den Arbeitsunfällen sind wir europäische Spitze", so Breuer. "Denn im Gegensatz zur Entwicklung hierzulande steigen oder stagnieren die Unfallzahlen in Europa. Wir sehen dies als eindeutige Bestätigung unserer Präventionsanstrengungen."

Berufskrankheiten weiter rückläufig

Die Zahl der Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit sank auch 2004 und zwar von 56.900 im Vorjahr um 1,9 Prozent auf 55.839. In 15.832 Fällen wurde das Vorliegen einer Berufskrankheit anerkannt - dies ist ein Zuwachs um 0,5 Prozent. In weiteren 7.753 Fällen (0,1 Prozent weniger als 2003) wurde zwar die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt, die besonderen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Anerkennung als Berufskrankheit waren jedoch nicht erfüllt. Dennoch werden in solchen Fällen gegebenenfalls umfangreiche Leistungen der Individualprävention und der medizinischen Rehabilitation erbracht. 2004 trat in 1.975 Fällen der Tod als Folge einer Berufskrankheit ein, was einem leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent entspricht.

Dr. Dagmar Schittly | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.hvbg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics