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Rund 13% mehr Schüler in beruflichen Schulen seit 1995

11.03.2005

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, besuchen nach vorläufigen Ergebnissen im laufenden Schuljahr 2004/05 rund 2,76 Mill. Schülerinnen und Schüler berufliche Schulen in Deutschland. Das sind 1,4% oder 38 900 mehr als im Vorjahr. Damit hat sich der seit dem Schuljahr 1995/96 anhaltende Schülerzuwachs auch im laufenden Schuljahr fortgesetzt. In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Schüler in beruflichen Schulen um 328 700 (+ 13,5%). Für die kommenden zwei Jahre werden weitere Zunahmen erwartet.

In den Berufsschulen des dualen Systems verlief die Entwicklung entgegengesetzt. In dieser Schulart, in der vor allem Auszubildende den theoretischen Teil ihrer Ausbildung absolvieren, sank die Schülerzahl gegenüber dem Vorjahr um 13 200 (- 0,8%) und damit auf das Niveau von 1995.

Dagegen besuchen 43 500 (+ 8,7%) mehr Schüler als im Schuljahr 2003/04 Berufsfachschulen. Etwa die Hälfte von ihnen erlernt einen Beruf, die übrigen durchlaufen eine Berufsvorbereitung. In den letzten zehn Jahren hat diese Schulart kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Derzeit werden rund 218 000 (+ 67%) Schüler mehr unterrichtet als 1995. Von den übrigen Schularten der Berufsvorbereitung wies das Berufsvorbereitungsjahr einen Schülerzuwachs von 1,7% (+ 1 300) und das Berufsgrundbildungsjahr in vollzeitschulischer Form einen Rückgang von 2,3% (- 1 100) gegenüber dem Vorjahr auf. Mehr Schüler als im Vorjahr besuchen Fachoberschulen (+ 4,0%; + 4 700) und Fachgymnasien (+ 2,6%; + 3 000). In einer beruflichen Weiterbildung in Fachschulen befinden sich dagegen im laufenden Schuljahr 3,1% weniger Schülerinnen und Schüler (- 4 900).

Von den Schülern in beruflichen Schulen sind 45,1% Mädchen bzw. junge Frauen. Im Vorjahr betrug ihr Anteil 45,2%. Die Spanne des Frauenanteils reicht in den einzelnen Schularten von 28,5% im Berufsgrundbildungsjahr in vollzeitschulischer Form über 40,1% in Berufsschulen des dualen Systems bis zu 50,7% in Fachschulen und 58,9% in Berufsfachschulen.

Ingrid Urlichs | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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